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Forumsarchiv 2002, April
*g* zum Wochenende: Der neueste Schrei von Apple...

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  1. (MENSCHELEI) *g* zum Wochenende: Der neueste Schrei von Apple... von Stonie, 26. 04. 2002, 17:16

*g* zum Wochenende: Der neueste Schrei von Apple...

Der folgende Beitrag wurde am 26. 04. 2002, 17:16 Uhr von Stonie veröffentlicht.

Hallo zusammen,

soeben habe ich auf Telepolis Ernst Corinths neueste Glosse gelesen (http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/glosse/12419/1.html). Er berichtet dort über die auf Electric Chicken angepriesene iToilet, selbstverständlich mit Link: http://www.raytracer25.btinternet.co.uk/iToilet/itoilet.html. Mac User werden dabei vermutlich hie und da zusammenzucken, denn da mag einer die Produkte von Apple überhaupt nicht. Die Idee ist allerdings trotzdem einfach zum Grinsen. Viel Spass bei der Lektüre und natürlich

file Griese,

Stonie

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 26. 04. 2002, 17:29 Uhr von Linksetzer veröffentlicht.

http://www.n-tv.de/3007840.html

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 26. 04. 2002, 17:44 Uhr von Stonie veröffentlicht.

Hallo Linksetzer,

> http://www.n-tv.de/3007840.html

Zunächst mal folgendes:

1.) Warum postest du den n-tv-Bericht nicht unter deinem Namen mit einem entsprechenden Kommentar versehen?

2.) Ich nehme deine Antwort auf mein Posting tatsächlich als einen Vorwurf der Herzlosigkeit wahr - es ist möglich, dass ich mich irre, gut. Aber nur für den Fall der Fälle: Der Bericht auf n-tv trägt Datum und Uhrzeit: 26.4.2002 17:28 Uhr - guck' mal, wann ich gepostet habe, bitteschön.

Dann noch: Ich bin sicher, dass nach der Lektüre des Berichts auf n-tv niemandem mehr zum Lachen zumute sein wird, ganz klar. Ein solches Ereignis ist einfach zu grauenhaft, um nicht davon erschüttert zu sein. Bist du aus Erfurt? Hast du das hautnah miterleben müssen? Möchtest du hier darüber reden? Dann eröffne einen neuen Thread und tu genau das - dieses Forum ist, das steht ja auch in den FAQ, nicht nur zur reinen, sturen HTML-und-alles-drumrum-Hilfe da. Jeder der hier Anwesenden wird, wenn er kann, einem anderen, der so schreckliches erleben musste, so viel Hilfe und Trost zu geben versuchen wie nur irgend möglich.

File ganz liebe Griese,

Stonie

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 26. 04. 2002, 17:53 Uhr von anonymous veröffentlicht.

> 1.) Warum postest du den n-tv-Bericht nicht unter deinem Namen mit einem entsprechenden Kommentar versehen?
weil ich es nicht möchte.

> 2.) Ich nehme deine Antwort auf mein Posting tatsächlich als einen Vorwurf der Herzlosigkeit wahr
kein vorwurf sondern nur ein hinweis dass wir besser heute auf den spaß besser verzichten sollten. nicht mehr war mit dem link gemeint.

> Bist du aus Erfurt? Hast du das hautnah miterleben müssen? Möchtest du hier darüber reden?
nein ich möchte darüber nicht reden.

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 26. 04. 2002, 18:23 Uhr von Peter veröffentlicht.

Hallo!

also ich muss schon sagen, Du bist ganz schoen egoistisch! Du verschanzt Dich hinter Deiner Anonymität und willst anderen verbieten, über etwas zu lachen.
Sicher, was da in Erfurt passiert ist, ist sehr, sehr schlimm und nimmt einen ganz schön mit.

Aber ich bin sicher, dass zeitgleich mit jedem *g* zum Wochenende irgendwo auf der Welt etwas mindestens genau so furchtbares passiert, wonach vielleicht nicht Dir, aber anderen Menschen absolut nicht zum Lachen ist.

Daher finde ich es nicht in Ordnung, mit einem latenten Vorwurf einfach kommentarlos einen Link als "Antwort" auf Stonies Beitrag zu posten. Vielleicht Bist Du der nächste, der gerade lustig ist und einen Witz macht, während woanders Menschen sterben.


Nachdenkliche Grüße!

Peter

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 26. 04. 2002, 18:40 Uhr von Quaaak veröffentlicht.

Hallo!

> also ich muss schon sagen, Du bist ganz schoen egoistisch! Du verschanzt Dich hinter Deiner Anonymität und willst anderen verbieten, über etwas zu lachen.

Hatte den Linksetzer auch gleich in den Visitenkarten gesucht
und nicht gefunden -> Anonym ist richtig, aber Verbieten ???
Das war doch nur eine Bitte.

Ich denke wie Du;
es passiert zu jeder Zeit trauriger Mist auf der Welt
und es dürfte dann nie ein kleines *g* geben,
aber hier scheint doch jemand gerade persönlich stark berührt zu sein,
und deswegen sehe ich es als höchst unsensibel an,
da mit Vorwürfen einfach drüber wegzustolpern.

> Nachdenkliche Grüße!
... auch von mir, Quaaak

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 27. 04. 2002, 10:56 Uhr von Peter veröffentlicht.

Hallo Quaak,

> aber hier scheint doch jemand gerade persönlich stark berührt zu sein,

genau das glaube ich nicht; sonst hätte er sich anders geäußert. Einfach kommentarlos einen Link zu posten impliziert nun mal den Vorwurf an Stonie "Wie kannst Du so was posten, während in erfurt ...."
Vermutlich hat Stonie davon zum Zeitpunkt ihres Postings überhaupt nichts davon gewusst.

Falls Du recht haben solltest und der Linksetzer ein direkt Betroffener sein sollte: dann war wohl mein Vorwurf, zu dem ich inhaltlich immer noch stehe, deplatziert. Wer weiss, wie ich selber dann reagiert hätte?

Immer noch nachdenklich ...

Viele Grüße!

Peter

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 26. 04. 2002, 22:06 Uhr von Antje Hofmann veröffentlicht.

Hallo anonymous

> kein vorwurf sondern nur ein hinweis dass wir besser heute auf den spaß besser verzichten sollten. nicht mehr war mit dem link gemeint.

Spaß gehört zum Leben und tragische Ereignisse werden für viele ertragbar, wenn das normale Leben weiter geht. Jeder geht anders damit um. Vielleicht braucht der eine gerade diese  Normalität, während du dieser Normalität vielleicht aus dem Wege gehen solltest. Nicht immer und überall kann über das Geschehen diskutiert werden.

> > Bist du aus Erfurt? Hast du das hautnah miterleben müssen? Möchtest du hier darüber reden?
> nein ich möchte darüber nicht reden.

Vielleicht möchten aber andere darüber reden?

Im ersten Moment regierte ich auf die Nachricht eher gleichgültig. "Berufsrisiko" der Lehrer eben, gehört zum Job, damit muss man als Lehrer leben können, sonst bleibt man nicht normal.

Gewalt gegenüber Lehrer und Schülern ist nichts neues. Es ist im Beruf alltagsbestimmend. Wobei ich hier unter Gewalt nicht nur die körperliche Bedrohung, sondern auch den täglichen verbalen Terror und das regelmäßige Mobbing verstehe. Wie schlimm das tatsächlich ist und wie sehr es die Persönlichkeit verändert, versteht und begreift man erst, wenn man aus dem Beruf raus ist und es anders erlebt.

Ich habe damals den Mord in Meissen hautnah miterlebt. Mein Mann war ein Kollege dieser Lehrerin. Ich habe damals auch erlebt, was für schöne Sprüche da so von Politikern und Presse geklopft wurde. Was wurde da nicht alles versprochen. Ich habe aber auch einiges darüber gehört, wie im Verfahren anschließend die Tat beurteilt wurde. Wie (also gar nicht) Eltern und wissende Mitschüler in die Verantwortung genommen wurden. Geändert hat sich aber nichts. Geblieben ist das Gefühl, dass egal was passiert, dass System sich nicht ändern wird. Es kostet Geld, Prestige und Machtverlust und das will niemand investieren bzw. riskieren.

Auch Erfurt wird daran nichts ändern. Eine Weile wird das Thema im Mittelpunkt stehen, Politiker werden sich daran profilieren und dann werden Entschuldigungsgründe gesucht und es wird schlichtweg vergessen werden. Diese Erkenntnis ist für mich das wirklich Schlimme daran.

Ändern wird sich allerdings wieder einmal das Klima an den Schulen. Lehrer werden sich wieder Morddrohungen ausgesetzt sehen. Angst und Beklemmung werden den Unterricht bestimmen. Mir tun meine ehemaligen Kollegen wirklich leid, denn sie müssen mit den Ergebnissen leben und werden damit alleingelassen. Denn nicht nur die Erfurter Lehrer und Schüler brauchen psychologische Hilfe (obwohl, von Hilfe für die Lehrer sprach kein Mensch) sondern auch alle anderen, die an Schulen arbeiten, benötigen diese.

Vielleicht ist es nicht das, was du hören wolltest. Aber genau diese
Gedanken bewegen mich jetzt.

Viele Grüße

Antje

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 27. 04. 2002, 01:32 Uhr von Sönke Tesch veröffentlicht.

> Ich habe damals den Mord in Meissen hautnah miterlebt. Mein Mann war ein Kollege dieser Lehrerin. Ich habe damals auch erlebt, was für schöne Sprüche da so von Politikern und Presse geklopft wurde. Was wurde da nicht alles versprochen.

> Geändert hat sich aber nichts. Geblieben ist das Gefühl, dass egal was passiert, dass System sich nicht ändern wird. Es kostet Geld, Prestige und Machtverlust und das will niemand investieren bzw. riskieren.

Also, mit Verlaub, das siehst Du meiner Ansicht nach etwas verbohrt.

Der Punkt ist doch, daß man nichts ändern kann. Man kann einigen Leuten sicher vorwerfen, daß sie erstmal oberschlaue Sprüche geklopft haben, aber jemandem anhängen zu wollen, es passiert nichts, weil das mit Geld- oder Machtverlust verbunden wäre, ist schlichtweg falsch.

Diese Entwicklung ist in sich nicht aufzuhalten, weil niemand etwas dagegen tun kann, daß irgendwo irgendwer irgendwie auf die Idee kommt, ein paar Leute umzulegen und jede dieser Taten der nächsten "Anschwung" gibt - sei es durch nun Detailinformationen (wo gibt's Waffen?) oder auch einfach nur durch das "es geht".

Was man machen kann, ist die Entwicklung zu bremsen:

Man kann schärfere Waffengesetze einrichten. Das ist zufälligerweise heute gerade geschehen, wird aber an der Tatsache, daß doppelt soviele illegale Waffen in Deutschland existieren wie legale, nicht viel ändern.

Man kann sich um ein besseres Schulklima bemühen. Wobei allerdings schon hier Bemühungen einiger weniger von einigen anderen torpediert werden, den Klassenchaoten kennt sicher jeder genauso wie den Lehrkörper mit Beamtenstatus, der die Schulzeit als unvermeidbare Übergangsphase zur Rente sieht.

Damit hat es sich aber auch schon. Die Presse wirst Du von der sensationsgeilen Berichterstattung nicht abhalten können (obwohl es sich zum Beispiel gezeigt hat, daß beim Verzicht von Berichten über Selbstmorde die Selbstmordzahlen zurückgingen). Selbst bei den doch eher seriösen ÖRs wurde die Geschichte heute rauf und runter gedudelt, damit auch ja jeder jeden Blutspritzer mitkriegt. Mir graut schon vor den Zeitungen, die in ein paar Stunden ausliegen werden.

Geschichten wie Metalldetektoren oder Ausweiskontrollen vor der Schule sind absoluter Unfug - der Attentäter wartet dann halt vor der Tür.

Gruß,
  soenk.e

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 27. 04. 2002, 10:44 Uhr von Antje Hofmann veröffentlicht.

Hallo Sönke

> > Geändert hat sich aber nichts. Geblieben ist das Gefühl, dass egal was passiert, dass System sich nicht ändern wird. Es kostet Geld, Prestige und Machtverlust und das will niemand investieren bzw. riskieren.

> Also, mit Verlaub, das siehst Du meiner Ansicht nach etwas verbohrt.

> Der Punkt ist doch, daß man nichts ändern kann. Man kann einigen Leuten sicher vorwerfen, daß sie erstmal oberschlaue Sprüche geklopft haben, aber jemandem anhängen zu wollen, es passiert nichts, weil das mit Geld- oder Machtverlust verbunden wäre, ist schlichtweg falsch.

> Diese Entwicklung ist in sich nicht aufzuhalten, weil niemand etwas dagegen tun kann, daß irgendwo irgendwer irgendwie auf die Idee kommt, ein paar Leute umzulegen und jede dieser Taten der nächsten "Anschwung" gibt - sei es durch nun Detailinformationen (wo gibt's Waffen?) oder auch einfach nur durch das "es geht".

"Währet den Anfängen"
Gründe für diesen Amoklauf gibt es sicher viele. Zum Amokläufer wird man nicht einfach nur so. Auch das Ziel war nicht willkürlich gewählt. Man kann sehr wohl etwas dagegen tun, allerdings nur im Vorfeld, ganz am Anfang, _bevor_ der Gedanke zum Töten aufkommt. Vorbeugende Maßnahmen kosten jedoch Geld, sehr viel Geld. Allerdings wird genau an diesem Punkt zuerst gespart.

> Was man machen kann, ist die Entwicklung zu bremsen:

> Man kann schärfere Waffengesetze einrichten. Das ist zufälligerweise heute gerade geschehen, wird aber an der Tatsache, daß doppelt soviele illegale Waffen in Deutschland existieren wie legale, nicht viel ändern.

> Man kann sich um ein besseres Schulklima bemühen. Wobei allerdings schon hier Bemühungen einiger weniger von einigen anderen torpediert werden, den Klassenchaoten kennt sicher jeder genauso wie den Lehrkörper mit Beamtenstatus, der die Schulzeit als unvermeidbare Übergangsphase zur Rente sieht.



> Damit hat es sich aber auch schon. Die Presse wirst Du von der sensationsgeilen Berichterstattung nicht abhalten können (obwohl es sich zum Beispiel gezeigt hat, daß beim Verzicht von Berichten über Selbstmorde die Selbstmordzahlen zurückgingen). Selbst bei den doch eher seriösen ÖRs wurde die Geschichte heute rauf und runter gedudelt, damit auch ja jeder jeden Blutspritzer mitkriegt. Mir graut schon vor den Zeitungen, die in ein paar Stunden ausliegen werden.

> Geschichten wie Metalldetektoren oder Ausweiskontrollen vor der Schule sind absoluter Unfug - der Attentäter wartet dann halt vor der Tür.

> Gruß,
>   soenk.e

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 27. 04. 2002, 11:15 Uhr von Antje Hofmann veröffentlicht.

Hallo Sönke,

sorry ein uneingeplantes Enter hat das Posting zu früh abgeschickt.

> > Was man machen kann, ist die Entwicklung zu bremsen:


> > Man kann sich um ein besseres Schulklima bemühen. Wobei allerdings schon hier Bemühungen einiger weniger von einigen anderen torpediert werden, den Klassenchaoten kennt sicher jeder genauso wie den Lehrkörper mit Beamtenstatus, der die Schulzeit als unvermeidbare Übergangsphase zur Rente sieht.

Ein besseres Schulklima fängt mit kurzen Schulwegen, kleinen Klassen, Ganztagsbetreuung und einer ordentlichen Ausstattung an.

Die Realität in Sachsen ist:

Schulen werden zugemacht (ein Schulweg bis zu 2,5 h täglich sei zumutbar)
Klassen können bis zu 33 Schüler haben
Freizeitangebote stehen nur spärlich zur Verfügung
Die Ausstattung - und ich rede hier nicht von Computern - ist streckenweise grauenvoll, das fängt bei Schulmöbel an und hört bei völlig veralteten Schulbüchern auf.

Im Osten sind übrigens die wenigsten Lehrer Beamte. Zudem wirkt sich jetzt der Geburtenknick nach der Wende massiv aus. Für Sachsen ist ein Abbau von 7000 Lehrerstellen in den nächsten 5 Jahren geplant. Zukunftsangst kennen hier sehr sehr viele Lehrer, denn sie können wie jeder normale Angestellte entlassen werden oder sie bekommen - wie jetzt schon die Grundschullehrer - Teilzeitarbeit aufgezwungen. Teilzeit bedeutet aber, 50% Gehalt, 50% der Pflichtstunden und 100% der normalen Aufgaben, die jeder Lehrer ausserhalb seines Unterrichtes (z.B. Klassenleitertätigkeit) hat.

Neben den schlechten äußeren Rahmenbedingungen kommt jedoch noch hinzu, dass die Lehrpläne überfrachtet sind, Stunden regelmäßig - teilweise geplant - ausfallen und das kaum Zeit für richtige pädagogische Arbeit bleibt. Gleichzeitig leistet ein Lehrer einen sehr hohen Anteil an Sozialarbeit. Sozialarbeiter und Psychologen gibt es nicht an den Schulen.

Das sind aber Punkte an denen sehr wohl eingegriffen werden kann. Hier kann man vieles zum positiven wenden und die Entwicklung aufhalten. Das sind die Änderungen am System die ich einfordere und die immer wieder versprochen aber nie eingehalten werden.

> > Geschichten wie Metalldetektoren oder Ausweiskontrollen vor der Schule sind absoluter Unfug - der Attentäter wartet dann halt vor der Tür.

Das denke ich auch. Das gleiche gilt für den Pförtner. Das dazu notwendige Geld sollte dazu verwandt werden, die Schule in ein Zentrum der Gemeinschaft umzuwandeln. Nur ich glaube kaum, dass das geschehen wird, denn solche Maßnahmen sind wenig medienwirksam und bringen keine schnellen Erfolge.

Viele Grüße

Antje

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 28. 04. 2002, 00:33 Uhr von Sönke Tesch veröffentlicht.

> Ein besseres Schulklima fängt mit kurzen Schulwegen, kleinen Klassen, Ganztagsbetreuung und einer ordentlichen Ausstattung an.

> Neben den schlechten äußeren Rahmenbedingungen kommt jedoch noch hinzu, dass die Lehrpläne überfrachtet sind, Stunden regelmäßig - teilweise geplant - ausfallen und das kaum Zeit für richtige pädagogische Arbeit bleibt.

> Das sind aber Punkte an denen sehr wohl eingegriffen werden kann.

Ok, da kann ich Dir natürlich größtenteils zustimmen. Das mit dem derzeitigen Stand der Dinge in den Schulen nix zu gewinnen ist, hat man ja auch an PISA gesehen. Ich sehe die angesprochenen Problem aber auch eher nur auf diesen Bereich, also mangelnde Ausbildung, beschränkt.

Den Zweifel, den ich anbringen möchte, habe ich bei der Frage, ob die Schule wirklich zur Ganztagskinderaufbewahrungsanstalt gemacht werden muß? Und in seiner Erweiterung: Ist die Schule der Ort, an dem der Hauptteil von sozialem Verhalten "gelehrt" werden sollte? Muß die Schule wirklich Familienaufgaben übernehmen oder sollte man da nicht eher woanders ansetzen? Geht letzteres überhaupt noch?

Zu der Ganztagsschule:
Können Kinder sich nicht (mehr) "normal" alleine beschäftigen? Muß immer ein Erzieher dabei sein? Hat dieser Erzieher nur eine Aufsichtsfunktion oder, noch schlimmer, muß er den Kindern tatsächlich sagen, was sie machen könnten?

Ich frage mich deshalb, weil ich mich im Großen und Ganzen nicht erinnern kann, zwischen 1977 und 1991 (oder war's '92?) über lange Strecken nachmittags mal Langeweile gehabt zu haben und es wundert mich ehrlich immer wieder, wenn Jugendliche sich beschweren, daß ihnen "nichts geboten wird" und man ja "nichts machen kann".

Kommt mir irgendwie merkwürdig vor. Reizüberflutung, Konsumzwang?

Gruß,
  soenk.e

*g* zum Wochenende: Heute bitte nicht!

Der folgende Beitrag wurde am 27. 04. 2002, 02:56 Uhr von asleif From Thy Northlands veröffentlicht.


> kein vorwurf sondern nur ein hinweis dass wir besser heute auf den spaß besser verzichten sollten. nicht mehr war mit dem link gemeint.

> > Bist du aus Erfurt? Hast du das hautnah miterleben müssen? Möchtest du hier darüber reden?
> nein ich möchte darüber nicht reden.

offensichtlich schon, sonst hättest du dir deinen kommentar gespart.

(und ja, ich weiß, auch mein mitteilungsbedürfnis ließe sich analysieren...)

also: entweder du postet einen hinweis auf den amoklauf und redest darüber oder du postet lieber keinen link und redest nicht darüber.
dein posting erscheint simplerweise nur wie ein vorwurf an andere menschen, die nicht genauso betroffen sind, wie du. ich bin es jedenfalls nicht, aber das spielt keine rolle.

ich für meinen teil laße mir ungern den moralischen zeigefinger vorhalten - auch wenn ich selber denke, daß die meisten menschen sich viel zu wenig gedanken um ihre umwelt (dazu zählen auch die menschen um sie herum) machen. aber eine moralische diskussion darüber, ob es erlaubt sei, angesichts solcher ereignisse auch etwas anderes zu tun (spaß zu haben etc.) oder nicht, halte ich für völlig unangebracht.

wenn du ein direkt beteiligter bist, solltest du dich selbst schützen und lieber nicht damit im web herumsurfen und möglicherweise noch stärker verletzt zu werden, sondern dich in der "offline-welt" betreuen laßen oder dir wenigstens ruhe gönnen.

wenn du kein direkt beteiligter bist, empfände ich dein posting als heuchelei...

that's it.

gruß,
asleif

*g* zum Wochenende: Der neueste Schrei von Apple...

Der folgende Beitrag wurde am 27. 04. 2002, 13:51 Uhr von Sebastian Burkhart veröffentlicht.

> Hallo zusammen,

> Mac User werden dabei vermutlich hie und da zusammenzucken, denn da mag einer die Produkte von Apple überhaupt nicht. Die Idee ist allerdings trotzdem einfach zum Grinsen.

Pah. Sowas bloedes. Wenn ich die schon kaufen soll, muss die auch wenigstens aus transparentem Plastik sein, so wie die ganzen anderen Sachen von Apple... ;-)

Ciao!
Sebastian

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