Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Lude, 31. 10. 2003, 11:08
Hi,
ein CDU-Bundestagsabgeordneter hat sich zu Wort gemeldet und eine offensichtlich etwas unglueckliche Argumentation verwendet, als er ein Tabuthema aufgegriffen hat.
Er argumentiert in etwa folgendermassen: Deutsche kein Taetervolk, Deutsche Christen haben vor dem Begehen von Verbrechen ihre Religion abgelegt, Juden kein Taetervolk, juedische Bolschewisten (davon gab es bekanntlich einige) haben ihre Verbrechen auch nach Aufgabe ihrer Religion begangen, also die Verbrechen nicht nach Religionen kategorisieren, sondern nach Ideologien
Nicht uebermaessig toll die Argumentation, vielleicht im Kern ein klein wenig richtig und sicherlich politisch ungeschickt. Aber reicht das aus um den Mann so hinzurichten, wie es im Moment geschieht? - Ich meine "nein".
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E78ADC8F1C64044D698ADB9459150811E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Gruss,
Lude
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: MarkX, 31. 10. 2003, 11:18
Hi,
was diese Richtung von Themen angeht zählt keine Argumentation oder das Bewerten von Tatsachen. Es existieren offensichtlich auch keine "glücklichen" oder "unglücklichen" Formulierungen. Das Wort "Tabuthemen" hast Du doch nicht ganz zufällig gewählt oder?
Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.
MfG
MarkX.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 31. 10. 2003, 11:21
hi,
»» was diese Richtung von Themen angeht zählt keine Argumentation oder das Bewerten von Tatsachen. Es existieren offensichtlich auch keine "glücklichen" oder "unglücklichen" Formulierungen. Das Wort "Tabuthemen" hast Du doch nicht ganz zufällig gewählt oder?
»» Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.
stimmt eigentlich.
wer den begriff "jude" in irgendeinem (auch nur leicht) negativen kontext gebraucht, hat sofort verschissen, und ist per se ein antisemit.
gruss,
wahsaga
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: MarkX, 31. 10. 2003, 11:51
Hi,
»» stimmt eigentlich.
»» wer den begriff "jude" in irgendeinem (auch nur leicht) negativen kontext gebraucht, hat sofort verschissen, und ist per se ein antisemit.
Der Grund liegt meiner Ansicht nach darin, daß es ein Irrglaub ist, daß Menschen sich ihre Meinung aufgrund von Fakten bilden. Sie übernehmen größten Teils die Meinung anderer. Meinungen bilden sich nicht von selbst, sie werden "gemacht". Nicht umsonst existiert der Begriff "Meinungsmache(r)". Die Prozesse, die Meinungen machen nennt man "Propaganda" bzw. "Marketing".
MfG
MarkX.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: der neue, 31. 10. 2003, 11:52
»» hi,
hallo
»» wer den begriff "jude" in irgendeinem (auch nur leicht) negativen kontext gebraucht, hat sofort verschissen, und ist per se ein antisemit.
Was geht den hier ab?
einer meiner besten freunde ist jude (in den usa) und der schuldet mir noch geld! - bin ich jetzt mit dieser aussage antisemit
ich würde solchen diskusionen nur ganz vorsichtig beitreten, und mich schon ein wenig überlegter ausdrücken !!
»» gruss,
»» wahsaga
der neue
ps. hält sich ab jetzt von diesem thema fern !
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Orlando, 31. 10. 2003, 11:54
Hi wahsaga,
»» wer den begriff "jude" in irgendeinem (auch nur leicht) negativen kontext gebraucht, hat sofort verschissen, und ist per se ein antisemit.
vielleicht sollte man einfach weniger pauschalisieren und in aktuellen Debatten statt einer Religionsgemeinschaft den Staat Israel beim Namen nennen. Wenn man die Vorurteile umdreht, wird's deutlich: Es sind ja auch nur "die Deutschen" Nazis und nicht "die Christen". Warum geht's dann also immer um "die Juden"?
Grüße,
Roland
--
Liebt und ihr werdet geliebt werden! - Orlando 22.4
http://cafeshops.com/operastuff.7612287
(i.V. Götz)
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Thomas W., 31. 10. 2003, 12:50
Hallo,
»» Warum geht's dann also immer um "die Juden"?
Speziell in Deutschland wird Kritik am Staat Israel immer gerne mit Kritik an Juden gleichgesetzt. Und dabei sticht wiederum der "Zentralrat der Juden" hervor, der fuer meinen Geschmack einen viel zu grossen Einfluss im Verhaeltnis zur Anzahl der Menschen, die er vertritt, hat (kann mir irgendjemand eine zentrale Vertretung von Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland nennen, die soviel Wirksamkeit in den Medien erfaehrt?). Es gibt in Deutschland ca. 100.000 Juden und deutlich mehr als 1,5 Millionen Muslime:
http://www.destatis.de/basis/d/bevoe/bevoetab5.htm
http://www.steyler.de/content/de/stichwort/an-pr-2003-integration.php4
Gruss
Thomas
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Struppi, 31. 10. 2003, 14:32
»» Speziell in Deutschland wird Kritik am Staat Israel immer gerne mit Kritik an Juden gleichgesetzt. Und dabei sticht wiederum der "Zentralrat der Juden" hervor, der fuer meinen Geschmack einen viel zu grossen Einfluss im Verhaeltnis zur Anzahl der Menschen, die er vertritt, hat (kann mir irgendjemand eine zentrale Vertretung von Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland nennen, die soviel Wirksamkeit in den Medien erfaehrt?). Es gibt in Deutschland ca. 100.000 Juden und deutlich mehr als 1,5 Millionen Muslime:
Sehr gut, und die paar kriegen wir auch noch weg...
Du verkennst, das bis zum dritten Reich, Juden ein Teil des politischen, kulturellen und ökonomischen Lebens in deutschland waren und durch die Vernichtung erst diese Situation entstanden ist.
Sehe es als moralische Instanz, für eine Sache für die du und ich keine Schuld haben, doch für die wir alle eine Verantwortung haben und es daher notwendig ist, dass daran erinnert wird, das unsere Großeltern brutal diesen Teil der deutschen Kultur ausgelöscht haben.
Und so lange es Menschen gibt, die dies leugnen oder relativieren wollen, muss der Einfluß dieser Instanz proportional gößer sein, da nur die Opfer uns daran ermahnen können den Einfluß solcher Ideologien nicht wieder einen größeren Raum zu geben.
Struppi.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 31. 10. 2003, 17:00
Sup!
»» Sehe es als moralische Instanz, für eine Sache für die du und ich keine Schuld haben, doch für die wir alle eine Verantwortung haben und es daher notwendig ist, dass daran erinnert wird, das unsere Großeltern brutal diesen Teil der deutschen Kultur ausgelöscht haben.
»» Und so lange es Menschen gibt, die dies leugnen oder relativieren wollen, muss der Einfluß dieser Instanz proportional gößer sein, da nur die Opfer uns daran ermahnen können den Einfluß solcher Ideologien nicht wieder einen größeren Raum zu geben.
Ich finde, der ZdJ geht hauptsaechlich allen auf die Nerven mit der staendig wiederholten Behauptung, es geben in Deutschland wahnsinnig viel und stetig mehr Antisemitismus, obwohl die mageren Wahlergebnisse der extremen Rechten in letzter Zeit das als totalen Quatsch zu entlarven scheinen.
Aber ich vermute, der ZdJ will einfach nicht zugeben, dass er ein ziemlich ueberfluessiges Gremium ist, und muss darum hin und wieder von sich reden machen.
Gruesse,
Bio
--
Elite ist mein zweiter Vorname
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: FrankieB, 31. 10. 2003, 18:20
Hallo,
»» Sehr gut, und die paar kriegen wir auch noch weg...
hat das Thomas W. behauptet?
»» Du verkennst, das bis zum dritten Reich, Juden ein Teil des politischen, kulturellen und ökonomischen Lebens in deutschland waren und durch die Vernichtung erst diese Situation entstanden ist.
Das jetzige Deutschland mit dem 3. Reich zu vergleichen ist doch - mit Verlaub - krank. Dass Deutschland während des 3. Reiches mit der Vernichtung von Minderheiten, insbesondere der Juden, schwere Schuld auf sich geladen hat steht doch ausser Frage. Kein vernünftiger Mensch (egal ob "deutsch" oder nicht) wird das jemals anzweifeln. Aber ich, als weit nach dem Holocaust zur Welt gekommener, weise jede Schuld von mir. Vielleicht werden mich jetzt einige dem rechten Spektrum zuordnen wollen, dem ist aber nicht so. Wie war das damals während der Christenverfolgung im alten Rom? Werden die Italiener heutzutage auch in eine dieser Schubladen gesteckt "nur" weil sie Karthago eroberten? Oderdie Engländer und Spanier die die Ureinwohner der "Neuen Welt" ausrtotteten?
»» Sehe es als moralische Instanz, für eine Sache für die du und ich keine Schuld haben, doch für die wir alle eine Verantwortung haben und es daher notwendig ist, dass daran erinnert wird,
Solange Menschenhändler und Kokser eine moralische Instanz darstellen können, würde ich dir sogar zustimmen. Aber da das nicht der Fall ist ...
»» [] das unsere Großeltern brutal diesen Teil der deutschen Kultur ausgelöscht haben.
.. deine vielleicht, meine nicht, was soll dieser rassistische Quatsch?
»» Und so lange es Menschen gibt, die dies leugnen oder relativieren wollen, muss der Einfluß dieser Instanz proportional gößer sein, da nur die Opfer uns daran ermahnen können den Einfluß solcher Ideologien nicht wieder einen größeren Raum zu geben.
Also, dann werden wir ja in ein paar Jahren keine Opfer mehr haben, da diese alle das zeitige gesegnte haben ... genau so wie die Täter. Soll dann die Geschichte eine aprupte Wendung erfahren?
»» Struppi.
Frankie
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 31. 10. 2003, 20:50
hi,
»» Und dabei sticht wiederum der "Zentralrat der Juden" hervor, der fuer meinen Geschmack einen viel zu grossen Einfluss im Verhaeltnis zur Anzahl der Menschen, die er vertritt, hat [...]. Es gibt in Deutschland ca. 100.000 Juden und deutlich mehr als 1,5 Millionen Muslime
»» Sehr gut, und die paar kriegen wir auch noch weg...
»» Du verkennst, das bis zum dritten Reich, Juden ein Teil des politischen, kulturellen und ökonomischen Lebens in deutschland waren und durch die Vernichtung erst diese Situation entstanden ist.
was hat das damit zu tun, dass der ZdJ in der gegenwart viel lauter schreit und zetert, als es bei der anzahl an mitbürgern, die er vertritt, angemessen wäre?
gruss,
wahsaga
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: walter, 31. 10. 2003, 21:17
Hi,
»» was hat das damit zu tun, dass der ZdJ in der gegenwart viel lauter schreit und zetert, als es bei der anzahl an mitbürgern, die er vertritt, angemessen wäre?
allerdings problematisch, wenn etwa ein Geflecht von undemokratischen oder faschistischen Phrasen, dazu mit pseudochristlichem Fundamentalismus versetzt, nach der Einstufung als Antisemitismus durch eine solche Instanz einer womöglich nötigen weiteren gründlichen Betrachtung entgehen würde.
mfg,
walter
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Tim Tepaße, 31. 10. 2003, 16:19
Hallo Thomas,
»» Und dabei sticht wiederum der "Zentralrat der Juden" hervor, der fuer meinen
»» Geschmack einen viel zu grossen Einfluss im Verhaeltnis zur Anzahl der
»» Menschen, die er vertritt, hat
Inwiefern verstehst Du Einfluss? Ich denke, der Zentralrat der Juden versteht
sich aufgrund der deutschen Katastrophe berechtigterweise als Warner. Sein
einziges politisches Mittel ist der Aufschrei. Ist das Einfluß? Ich denke
nicht. Es ist eher das Äußern einer Meinung. Wo ist jetzt also Dein Problem?
»» (kann mir irgendjemand eine zentrale Vertretung von Menschen muslimischen
»» Glaubens in Deutschland nennen, die soviel Wirksamkeit in den Medien
»» erfaehrt?).
Meines Wissens gibt es zwar einzelne Verbände, aber immer noch keine zentrale
Vertretung von Menschen muslimischen Glaubens die vergleichbar zu den Verbänden
anderer Religionsgemeinschaften ist. Etwas flapsig formuliert: Wo nix ist,
kann auch nicht drüber berichtet werden.
Tim
--
[x] Für die Einführung des Themenbereiches »Python«
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Lude, 31. 10. 2003, 13:00
Hi,
»» vielleicht sollte man einfach weniger pauschalisieren und in aktuellen Debatten statt einer Religionsgemeinschaft den Staat Israel beim Namen nennen. Wenn man die Vorurteile umdreht, wird's deutlich: Es sind ja auch nur "die Deutschen" Nazis und nicht "die Christen". Warum geht's dann also immer um "die Juden"?
mal ein Plaedoyer fuer's Pauschalisieren und fuer Vorurteile:
Beides ist soz. lebensnotwendig und wird von allen Menschen permanent betrieben.
pau|scha|li|sie|ren <zu ↑...isieren>: etwas pauschal (b) behandeln, sehr stark verallgemeinern.
Quelle: DUDEN - Das große Fremdwörterbuch
pau|scha|li|sie|ren <sw. V.; hat> (bildungsspr.): etw. pauschal (2) behandeln, sehr stark verallgemeinern.
Vorurteil, kritiklos übernommene Meinung, die einer sachlichen Begründung nicht standhalten kann.
Quelle: Der Brockhaus in einem Band
Vor|ur|teil, das; -s, -e [mhd. vorurteil für (m)lat. praeiudicium]: ohne Prüfung der objektiven Tatsachen voreilig gefasste od. übernommene, meist von feindseligen Gefühlen gegen jmdn. od. etw. geprägte Meinung:
ein altes, weit verbreitetes, unausrottbares V.;
-e gegen Ausländer, gegen den Islam;
-e hegen, ablegen, abbauen;
er hat ein V. gegen die Naturheilkunde;
gegen -e angehen, kämpfen;
jmdn. in seinem V. bestärken;
sich von seinen -en frei machen, befreien.
Quelle: DUDEN - Deutsches Universalwörterbuch
Uff, da stelle ich gerade fest, dass 'Vorurteil' negativ besetetzt ist. - Dabei dachte ich es handelt sich um ein Urteil, dass man aufgrund seiner Erfahrungslage faellen kann, ohne ein konkretes Bild vom Sachverhalt sich machen zu muessen. Eine oberflaechliche und hilfreiche Vorabinfo soz..
Bald ist bestimmt auch 'pauschalisieren' negativ besetzt. Schade.
Gruss,
Lude
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: fotzibaer, 31. 10. 2003, 11:24
Hallo,
Zitat mit Anmerkungen:
„Wir haben (...) gesehen, wie stark und nachhaltig Juden die revolutionäre Bewegung in Rußland und mitteleuropäischen Staaten geprägt haben.
--> Fakten? Stimmt das? Ich bezweifele, daß das so ist.
Das hat auch den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson 1919 zu der Einschätzung gebracht, die bolschewistische Bewegung sei "jüdisch geführt".
--> Hier versucht er, das oben erwähnte durch ein Zitat von Wilson zu stützen. Aber auch wenn Wilson sicherlich ein großer Politiker war: Anti-Semitismus war vor 1933 weltweit verbreitet ("jüdische Weltverschwörung") v.a. in Verbindung mit Bolschewismus. Es gab durchaus (starke und unterschwellige) antisemitistische Tendenzen auch in den USA und England. (Aufnahme von Flüchtlingen aus Deutschland zu dieser Zeit?)
Mit einer gewissen Berechtigung könnte man im Hinblick auf die Millionen Toten dieser ersten Revolutionsphase nach der "Täterschaft" der Juden fragen.
Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tscheka-Erschießungskommandos aktiv. Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als "Tätervolk" bezeichnen. Das mag erschreckend klingen.
Halte ich für Schmarrn. Kann sein, das auch Menschen jüdischen Glaubens an verbrechen beteiligt waren, (Es kann auchs chlechte Menschen jüdischen Glaubens geben) aber einem Volk oder eienr Glaubensgemeinschaft Täterschaft zu unterstellen....
Außerdem: Was soll der Begriff Tätervolk? Ich bin Deutscher (Wenn ich mich auch nie von selbst über all als Deutscher präsentieren würde, eher als Europäer) und sicherlich kein Täter. Der Begriff Tätervolk ist eine Pauschalisierung und somit Totaler Unsinn. (Es sind auch ganz schön viele deutsche Sozialisten/Kommunisten in KZs gestorben, derer aber bis heute noch nicht wg. des auf den 2 WK folgenden Kalten Krieges gedacht wird.
Grusss,
Fotzibaer
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: ravetti, 31. 10. 2003, 11:27
Falschen Thema am falschen Ort. Dies ist m.E. kein politisches Forum.
Ich finde aber, dass die CDU Herrn Martin Hohmann exkommunizieren muss, um nicht selbst in die Nähe der braune Sch***** zu geraten.
Ravetti
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: fotzibaer, 31. 10. 2003, 11:31
Hallo,
»» Falschen Thema am falschen Ort. Dies ist m.E. kein politisches Forum.
Stimmt. www.crispinius.com
»» Ich finde aber, dass die CDU Herrn Martin Hohmann exkommunizieren muss, um nicht selbst in die Nähe der braune Sch***** zu geraten.
Ich finde, Aufklärung und Argumente sind das beste Mittel, solchen Leuten entgegenzutreten. Keine Polemik.
Gruss,
Fotzibaer
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: TomIRL, 31. 10. 2003, 11:36
»» Hallo,
»»
»» »» Falschen Thema am falschen Ort. Dies ist m.E. kein politisches Forum.
»»
»» Stimmt. www.crispinius.com
Stimmt nicht:
http://forum.de.selfhtml.org/faq/#Q-04
Wie man Links korrekt setzt findest Du unter:
http://forum.de.selfhtml.org/faq/#Q-19
Es gilt wie immer, wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Oder willst Du behaupten, dass Du den Hinweis auf die FAQ auf der Hauptseite nicht kennst?
Viel Grüße aus Berlin
TomIRL
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: ravetti, 31. 10. 2003, 15:22
»» Oder willst Du behaupten, dass Du den Hinweis auf die FAQ auf der Hauptseite nicht kennst?
»» TomIRL
Hallo Herr Oberlehrer!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: rolfrost, 31. 10. 2003, 11:41
Mahlzeit,
»» http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E78ADC8F1C64044D698ADB9459150811E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
»»
Jetzt hab ich endlich mal gelesen was er gesagt hat. Und das ist OK.
Viele Grüße, Rolf
--
SELFforum - Das Tor zur Welt!
Theoretiker: Wie kommt das Kupfer in die Leitung?
Praktiker: Wie kommt der Strom in die Leitung?
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Henning, 31. 10. 2003, 12:29
Hallo,
»» »» http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E78ADC8F1C64044D698ADB9459150811E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
»» Jetzt hab ich endlich mal gelesen was er gesagt hat. Und das ist OK.
»»
Als ich den Text gelesen habe, gefällt er mir aus anderen Gründen nicht. Ich lese daraus mehr die These das "Gottlosigkeit" eigentlich die Wurzel allen Übels sein soll.
Und das zu einem Zeitpunkt wo sich andere christliche Vertreter auch in dieselbe Kerbe schlagen.
Gruß,
Henning
--
Gruß aus Braunschweig
SELF-Code: sh:( fo:| ch:{ rl:( br:> n4:( ie:( mo:) va:) de:] zu:} fl:( ss:| ls:<
http://emmanuel.dammerer.at/selfcode.html
http://www.peter.in-berlin.de/projekte/selfcode/?code=sh%3A%28+fo%3A%7C+ch%3A%7B+rl%3A%28+br%3A%3E+n4%3A%28+ie%3A%28+mo%3A%29+va%3A%29+de%3A%5D+zu%3A%7D+fl%3A%28+ss%3A%7C+ls%3A%3C+js%3A%7C
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: rolfrost, 31. 10. 2003, 16:51
hi,
es ist ein Phänomen unserer Zeit das deutsche Parlamentarier die den Mut haben die Tatsachen auszusprechen mundtot gemacht werden.
Schönes Wochenende, Rolf
--
SELFforum - Das Tor zur Welt!
Theoretiker: Wie kommt das Kupfer in die Leitung?
Praktiker: Wie kommt der Strom in die Leitung?
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Orlando, 31. 10. 2003, 11:50
Hi Lude,
keine Ahnung, warum du das hier ansprichst und nicht in der Lunge. Sei's d'rum.
»» ein CDU-Bundestagsabgeordneter hat sich zu Wort gemeldet und eine offensichtlich etwas unglueckliche Argumentation verwendet, als er ein Tabuthema aufgegriffen hat.
Wenn es um Tabus geht, gibt es keine glückliche Wortwahl, man wird immer irgendwo anecken. Wenn's noch dazu im weitesten Sinne um die Nazi-Zeit geht und jemand andeutet, dass auch Juden Dreck am Stecken haben könnten, dann ist er entweder Revisionist, naiv oder geschmacklos, also in jedem Fall ziemlich blöd ;-) Andererseits ist die Antisemitismus-Keule, die ihm jetzt um die Ohren fliegt keineswegs besser.
»» [...] reicht das aus um den Mann so hinzurichten, wie es im Moment geschieht? - Ich meine "nein".
Das interessiert mich herzlich wenig. Wenn ihn die Reaktion allerdings überrascht, gehört er fristlos gefeuert.
»» Daher sind weder "die Deutschen", noch "die Juden" ein Tätervolk.
Die Frage ist: Was will er mit dieser Aussage bezwecken? Ich weiß es nicht. Du?
Grüße,
Roland
--
Liebt und ihr werdet geliebt werden! - Orlando 22.4
http://cafeshops.com/operastuff.7612287
(i.V. Götz)
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Lude, 31. 10. 2003, 12:29
Hi,
»» »» Daher sind weder "die Deutschen", noch "die Juden" ein Tätervolk.
»»
»» Die Frage ist: Was will er mit dieser Aussage bezwecken? Ich weiß es nicht. Du?
das Wort 'Taetervolk' gefaellt mir persoenlich nicht. Was er vermutlich sagen moechte ist, dass es keine Kollektivschuld eines Volks gibt und da haette er recht.
Gruss,
Lude
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: fotzibaer, 31. 10. 2003, 12:34
Hallo,
»» das Wort 'Taetervolk' gefaellt mir persoenlich nicht. Was er vermutlich sagen moechte ist, dass es keine Kollektivschuld eines Volks gibt und da haette er recht.
Kollektivschuld ist besser. Könnte sogar durchaus auf die Deutschen während des NS Regimes zutreffen. Aber für Juden in keinem Fall zutreffend. Wieso soll wegen einer Beteiligung von einigen Juden an Verbrechen das jüdische Volk/Menschen jüdischen Glaubens daran Schuld sein?
Gruss,
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Struppi, 31. 10. 2003, 12:13
»» Nicht uebermaessig toll die Argumentation, vielleicht im Kern ein klein wenig richtig und sicherlich politisch ungeschickt. Aber reicht das aus um den Mann so hinzurichten, wie es im Moment geschieht? - Ich meine "nein".
Natürlich MUSS man das.
Natürlich ist das deutsche Volk Täter im dritten Reich. Es gab keinen nenenswerten widerstand gegen die "unchristlichen" Hauptverantwortlichen, gejubelt haben auch viele Christen, als der deutsche wieder was zählte und in den 1. Kriegsjahren seine Ideoligie den Erbfeinden aufgrängte. Und auch als die KZ's immer voller wurde - wo war da ein "christlicher" Widerstand?
Erst als die Situation in D. für deutsche immer unerträglicher wurde, haben einige priviliegierte es gewagt - viel zu spät für zigmillionen in ganz Europa.
Und ob russiche Juden (oder wo auch immer) an Verbrechen beteiligt sind - hat was für eine Bedeutung? Das das vergasen von einem Grossteil der Osteuropäischen Juden richtig war?
Mal abgesehen, fand dort eine revcolution statt und es gab eine weltweite Gegenbewegung, USA und GB haben offen militärische Hilfe geleistet. Ich hab nicht genug Ahnung von konkreten Aktionen damals und dort, aber das abschlachten von millionen Wehrlosen unschuldigen Menschen gegen, mit Sicherheit nicht weniger grausamen, aber im Kontext leider oft normalen Kriegsverbrechen zu stellen ist pervers.
Vor allem wunder ich mich, das diese typische rechte Argumenation - "Der Jude ist schuld an allen Übel" immer wieder so gefallen findet. Einerseits sind in deren Argumente die Juden die Urkapitalisten und hier sind sie die Bolschewisten.
Also was soll so eine Argumentation den Aussagen?
Die Schuld des deutschen ist geringer weil auch andere Schuldig sind?
Solche Aussagen eines dt. Politikers kotzen mich an!
"Die gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien" - die meisten Morde in der Menschheitsgeschichte gehen auf Kosten der Kirche und auch im dritten Reich war deren Beteiligug nicht klein. Und im Kampf gegen die russische Revolution kannst du mit Sicherheit davon ausgehen, dass religiöse Eiferer viel dafür getan haben, dass Menschen umgebracht wurden, weil sie sich in Russland von einem feudalen System trennen wollten und als es noch da war hat keine Kirche diesen Menschen geholfen.
Struppi.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: fotzibaer, 31. 10. 2003, 12:26
Hallo,
»» Natürlich ist das deutsche Volk Täter im dritten Reich.
Aha. halte ich für totalen Quatsch. Täter können nur Individuen sein, kein Volk.
Es gab keinen nenenswerten widerstand gegen die "unchristlichen" Hauptverantwortlichen, gejubelt haben auch viele Christen, als der deutsche wieder was zählte und in den 1. Kriegsjahren seine Ideoligie den Erbfeinden aufgrängte. Und auch als die KZ's immer voller wurde - wo war da ein "christlicher" Widerstand?
Den gab es durchaus. Bischof von Münster? Maximilian Kolbe? Es gab Widerstand gegen das Regime.
»» Erst als die Situation in D. für deutsche immer unerträglicher wurde, haben einige priviliegierte es gewagt - viel zu spät für zigmillionen in ganz Europa.
Du spielst hier auf den Putschversuch um v. Stauffenberg an. Der kam durchaus sehr spät. Allerdings solltest Du Dir Gedanken machen, was es beduetet, in einer Diktatur zu leben. Gestern zufällig "Das Experiment" gesehen? Zeigt sehr gut, wie Menschen manipuliert werden können.
»»
»» Und ob russiche Juden (oder wo auch immer) an Verbrechen beteiligt sind - hat was für eine Bedeutung? Das das vergasen von einem Grossteil der Osteuropäischen Juden richtig war?
Da hast Du vollkommen recht.
»» Mal abgesehen, fand dort eine revcolution statt und es gab eine weltweite Gegenbewegung, USA und GB haben offen militärische Hilfe geleistet. Ich hab nicht genug Ahnung von konkreten Aktionen damals und dort, aber das abschlachten von millionen Wehrlosen unschuldigen Menschen gegen, mit Sicherheit nicht weniger grausamen, aber im Kontext leider oft normalen Kriegsverbrechen zu stellen ist pervers.
»»
»» Vor allem wunder ich mich, das diese typische rechte Argumenation - "Der Jude ist schuld an allen Übel" immer wieder so gefallen findet. Einerseits sind in deren Argumente die Juden die Urkapitalisten und hier sind sie die Bolschewisten.
Typische antikommunistische Agitation halt. Seit 1918 verbreitet.
»» Also was soll so eine Argumentation den Aussagen?
»» Die Schuld des deutschen ist geringer weil auch andere Schuldig sind?
»»
»» Solche Aussagen eines dt. Politikers kotzen mich an!
Du hast Recht. (Wenn ich auch denke, dass nicht "die Deutschen" Schuld haben....)
Wobei man schauen muss, ob diese Schuld nicht teilweise instrumentalisert wird (Bezug auf Martin Walser Debatte)
»» "Die gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien" - die meisten Morde in der Menschheitsgeschichte gehen auf Kosten der Kirche und auch im dritten Reich war deren Beteiligug nicht klein.
Lies Dich bitte erst ind as Thema ein, bevor Du solche Behauptungen aufstellst: Beschreib mir doch mal die Beteiligung der Kirche im 3. Reich!
Und im Kampf gegen die russische Revolution kannst du mit Sicherheit davon ausgehen, dass religiöse Eiferer viel dafür getan haben, dass Menschen umgebracht wurden, weil sie sich in Russland von einem feudalen System trennen wollten und als es noch da war hat keine Kirche diesen Menschen geholfen.
Habe ich jetzt nicht verstanden...
Gruss
fotzibaer
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Struppi, 31. 10. 2003, 13:46
»» »» Natürlich ist das deutsche Volk Täter im dritten Reich.
»»
»» Aha. halte ich für totalen Quatsch. Täter können nur Individuen sein, kein Volk.
Wie ich ich in der anderen Nachricht schon beschrieb, läßt sich dies bei dem organistorischen Aufwand der (übrigens mit einer schönen deutschen Beamtenmentalität) betrieben wurde um die Vernichtung des jüdischen Volkes voran zu trieben, kaum auf einige Individuen beschränken.
»»
»» Es gab keinen nenenswerten widerstand gegen die "unchristlichen" Hauptverantwortlichen, gejubelt haben auch viele Christen, als der deutsche wieder was zählte und in den 1. Kriegsjahren seine Ideoligie den Erbfeinden aufgrängte. Und auch als die KZ's immer voller wurde - wo war da ein "christlicher" Widerstand?
»»
»» Den gab es durchaus. Bischof von Münster? Maximilian Kolbe? Es gab Widerstand gegen das Regime.
Ich schrieb 'nennenswert' und letzlich war die Rolle der Amtskirche sehr zwiespältig, wie diese ja durchaus zugibt. (mittlerweile ja sogar der Paspt)
»»
»» »» Erst als die Situation in D. für deutsche immer unerträglicher wurde, haben einige priviliegierte es gewagt - viel zu spät für zigmillionen in ganz Europa.
»»
»» Du spielst hier auf den Putschversuch um v. Stauffenberg an. Der kam durchaus sehr spät. Allerdings solltest Du Dir Gedanken machen, was es beduetet, in einer Diktatur zu leben. Gestern zufällig "Das Experiment" gesehen? Zeigt sehr gut, wie Menschen manipuliert werden können.
Übermensch fantasien und Fremdenangst ist mit Sicherheit keine typische dt. Tugend da geb ich dir Recht. Das was die Judenvernichtung so einmalig macht, ist ja das es nicht um einen "störenden" Teil der Bevölkerung ging, wie z.b. auch Schwarze in Südafrike oder Indianer in den USA (grosse Verbrechen für die das dortige Volk ebenso Verantwortung zeigen muss), sondern das der Wahn diese weltweit auszurotten mit einer solch grausamen Konsequenz durchgeführt wurde. Und wie gesagt das wäre nie gegangen, wenn das deutsche Volk nicht solange sicher geglaubt hätte.
»» »» "Die gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien" - die meisten Morde in der Menschheitsgeschichte gehen auf Kosten der Kirche und auch im dritten Reich war deren Beteiligug nicht klein.
»»
»» Lies Dich bitte erst ind as Thema ein, bevor Du solche Behauptungen aufstellst: Beschreib mir doch mal die Beteiligung der Kirche im 3. Reich!
Ne, das mein ich auch gar nicht, dafür hatte die Kirche 2000 Jahre davor Zeit gehabt.
»»
»» Und im Kampf gegen die russische Revolution kannst du mit Sicherheit davon ausgehen, dass religiöse Eiferer viel dafür getan haben, dass Menschen umgebracht wurden, weil sie sich in Russland von einem feudalen System trennen wollten und als es noch da war hat keine Kirche diesen Menschen geholfen.
»»
»» Habe ich jetzt nicht verstanden...
Naja, das die Kirchen, wenn es darum ging den Grund für die Verelendung zu ändern, eigentlich nie eine rühmliche rolle spielt und das insofern die Grausamkeiten die solchen Bewegungen folgen auch von ihr zu mit zu verantworten sind.
Struppi.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: fotzibaer, 31. 10. 2003, 17:27
»» Wie ich ich in der anderen Nachricht schon beschrieb, läßt sich dies bei dem organistorischen Aufwand der (übrigens mit einer schönen deutschen Beamtenmentalität) betrieben wurde um die Vernichtung des jüdischen Volkes voran zu trieben, kaum auf einige Individuen beschränken.
Wir können uns auf den Ausdruck Kollektivschuld einigen, aber nicht auf den Begriff "Täter"volk. Ein Täter ist für mich ein Handelndes Individuum (von denen es durchaus viele im 3. Reich gab), aber Leute die sich nicht gegen das Regime aufgelehnt und mit ihm arrangiert haben, sind für mich keine Täter. Trotzdem trifft sie eine Schuld, deshalb Kollektivschuld.
»» Ich schrieb 'nennenswert' und letzlich war die Rolle der Amtskirche sehr zwiespältig, wie diese ja durchaus zugibt. (mittlerweile ja sogar der Paspt)
Für mich gibt es auch nicht die Kirche. Auch die Kirche besteht aus Individuuen. Das der damalige Papst mit keinem Wort die Geschehnisse in Dland anprangerte und viele sich ebenfalls mit dem System arrangierten sehe ich auch so.
Aber was erwartest Du in einer Diktatur?!? Würdest Du so wie Maximilian Kolbe anstatt eines mehrfachen Familienvaters Dich anbieten, für ihn in ein KZ zu gehen? Der Vorwurf, dass sich die Menschen nicht gegen die Diktatur aufgelehnt haben, ist wesentlich facettenreicher: Hier in einer Demokratie lässt sich so einfach sagen, dass man natürlich gegen das System rebellieren würde...aber würdest Du Dein Leben dafür riskieren? Versuche mal, dich in die Menschen damals hineinzuversetzen. Mit einer Beurteilung aus der heutigen Zeit hat man es einfach.
Das was die Judenvernichtung so einmalig macht, ist ja das es nicht um einen "störenden" Teil der Bevölkerung ging, wie z.b. auch Schwarze in Südafrike oder Indianer in den USA (grosse Verbrechen für die das dortige Volk ebenso Verantwortung zeigen muss), sondern das der Wahn diese weltweit auszurotten mit einer solch grausamen Konsequenz durchgeführt wurde.
Das stimmt. (Wobei das KZ eine Erfindung der Engländer ist - Burenkrieg). Aber die industrielle Vernichtung einer Volksgruppe macht es wirklich zu einer außerordentlich grausamen Sache.
»» Ne, das mein ich auch gar nicht, dafür hatte die Kirche 2000 Jahre davor Zeit gehabt.
Meiner Meinung nach (auch die Meinung vieler Historiker) gab es keine Religionskriege. Auch die Inquisition muss man sehr vorsichtig beurteilen (In Spanien wurde keine einzige Hexe verbrannt!).
»» Naja, das die Kirchen, wenn es darum ging den Grund für die Verelendung zu ändern, eigentlich nie eine rühmliche rolle spielt und das insofern die Grausamkeiten die solchen Bewegungen folgen auch von ihr zu mit zu verantworten sind.
Eine Mitschuld wg. Stützung grausamer Regime sehe ich durchaus auch.
Gruss,
fotzibaer
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: at, 31. 10. 2003, 19:09
Hallo.
»» Aber was erwartest Du in einer Diktatur?!?
Es war einer jeden Kirche unwürdig, es erst so weit kommen zu lassen, aber zu diesem Schluss komst du ja am Ende deines Beitrages auch.
»» Meiner Meinung nach (auch die Meinung vieler Historiker) gab es keine Religionskriege. Auch die Inquisition muss man sehr vorsichtig beurteilen (In Spanien wurde keine einzige Hexe verbrannt!).
In Grönland wahrscheinlich auch nicht, und? Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang stellt, ist die, ob die von der Kirche initiierten brutalen Raubzüge besser zu stellen sind als wirkliche Religionskriege.
MfG, at
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Thomas W., 31. 10. 2003, 12:31
Hallo,
»» Natürlich ist das deutsche Volk Täter im dritten Reich.
Ich finde es verblüffend, dass ein ganzes Volk Täter ist. Kann es sein, dass Du gerade genau so argumentierst, wie der von Dir so gescholtene?
»» Und ob russiche Juden (oder wo auch immer) an Verbrechen beteiligt sind - hat was für eine Bedeutung? Das das vergasen von einem Grossteil der Osteuropäischen Juden richtig war?
Nein, aber dass die Schwarzweissmalerei, die so gerne geschieht, es auch nicht sein kann. Typisches Beispiel: als einige deutsche Historiker Kritik an der Wehrmachtsausstellung auesserten, weil Bilder in zweifelhaften Zusammenhaengen gezeigt wurden, waren sie alle "rechte Spinner". Erst als *polnische* Historiker nachwiesen, dass auf einigen Bildern Opfer der russischen Armee und nicht der deutschen Wehrmacht waren, wurde die Ausstellung eingestellt. Ergebnis: ein echter Propagandaerfolg fuer jeden rechten Spinner weltweit. Warum? Weil Kritik an solchen Aktionen pauschal als "Nazipropaganda" abgetan wird.
»» Mal abgesehen, fand dort eine revcolution statt und es gab eine weltweite Gegenbewegung, USA und GB haben offen militärische Hilfe geleistet.
Ah ja, *das* rechtfertigt natuerlich alles.
»» Solche Aussagen eines dt. Politikers kotzen mich an!
Waeren die Aussagen besser, wenn sie von einem amerikanisch Politiker (oder einer beliebigen anderen Nation) kaemen?
Gruss
Thomas
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Struppi, 31. 10. 2003, 13:23
»» Hallo,
»» »» Natürlich ist das deutsche Volk Täter im dritten Reich.
»» Ich finde es verblüffend, dass ein ganzes Volk Täter ist. Kann es sein, dass Du gerade genau so argumentierst, wie der von Dir so gescholtene?
Wieso?
1933-1939
Keiner hat "Mein Kampf" gelsen, obwohl es alle hatten. Kritiker (natürlich auch relgiös motivierte) wurden interniert. Trotzdem gab es eine grosse zustimmung gegenüber Hitler.
Es sind doch diese Rechfertigungsargumentationen, die eine Sache, die von ihrer Monströsität in keinem halbwegs moralischen Hirn vorstellbar sind, versuchen zu relativieren.
Aber es kann doch nicht wahr sein, dass eine handvoll "Gottloser" mit ein paar Handlangern Millionen von Menschen vertrieben, ermordet und über ganz Europa einen Krieg angezettelt haben. Die Unterstützung dieser Ideologie stand lange Zeit auf einer breiten Basis anders wäre dies ja nicht möglich gewesen.
Das deutsche Volk hat hinter Hitler gestanden. Während aber anderseits eine weltweite Glaubensgemeinschaft kaum pauschal verurteilbar ist, für Handlungen die Regional von eben solchen Mitgliedern verursachten Verbrechen. Inwieweit ist diese Argumentation denn gleich?
Ich sage ja nicht alle Christen sind Schuld. Es ist ein grosser Teil des deutschen Volkes gewesen. Selbst dt. solzialdemokraten und Kommunisten tragen eine gewisse Verantwortung für Hitlers verbrechen.
»»
»» »» Und ob russiche Juden (oder wo auch immer) an Verbrechen beteiligt sind - hat was für eine Bedeutung? Das das vergasen von einem Grossteil der Osteuropäischen Juden richtig war?
»» Nein, aber dass die Schwarzweissmalerei, die so gerne geschieht, es auch nicht sein kann. Typisches Beispiel: als einige deutsche Historiker Kritik an der Wehrmachtsausstellung auesserten, weil Bilder in zweifelhaften Zusammenhaengen gezeigt wurden, waren sie alle "rechte Spinner". Erst als *polnische* Historiker nachwiesen, dass auf einigen Bildern Opfer der russischen Armee und nicht der deutschen Wehrmacht waren, wurde die Ausstellung eingestellt. Ergebnis: ein echter Propagandaerfolg fuer jeden rechten Spinner weltweit. Warum? Weil Kritik an solchen Aktionen pauschal als "Nazipropaganda" abgetan wird.
Kein Problem.
Der Staat Israel ist an einigen Verbrechen beteiligt, die auch das israelische Volk sich ankreiden lassen muss, solange diese ohne nennenswerten Widerstand stattfinden können.
Genauso gab es mit Sicherheit selbst in den ersten Jahren des 3. Reiches einige Juden, die die Nazideologie unterstützten. Gerade das Großkapital (egal welcher Religion) fand Hitler toll.
Ich habe nie behauptet, das man Verbechen nicht ankreiden soll, im gegenteil, Religion und Ideologie spielen in diesem Zusammenhang keine Rolle. Alles ist nur eine Frage der Moralischen Werte.
»»
»» »» Mal abgesehen, fand dort eine revcolution statt und es gab eine weltweite Gegenbewegung, USA und GB haben offen militärische Hilfe geleistet.
»» Ah ja, *das* rechtfertigt natuerlich alles.
Sag ich das?
Ich stelle gegenüber das vergasen von Frauen, Kinder und alte Menschen einem Krieg. Ich rechtfertige keine Kriege. Aber das es dem russischem Volk bis 1915 nicht besonders gut ging ist eine Tatsache, das dies versucht hat diese Situtation zu ändern ist sein Recht - das es daran gehindert werden sollte ist ein Verbrechen. Das dort dann Millionen Menschen ermordet wurden ist aber ebenso ein Verbrechen, dass angeklagt werden muss und woran erinnert werden muss. Nur würde ich mich schämen dieses irgendwie vergleichen zu wollen mit dem was das deutsche Volk den jüdischen Menschen angetan hat.
»»
»» »» Solche Aussagen eines dt. Politikers kotzen mich an!
»» Waeren die Aussagen besser, wenn sie von einem amerikanisch Politiker (oder einer beliebigen anderen Nation) kaemen?
Wann habe ich dies behauptet?
Es klingt anders, wenn ein deutscher auf Verbrechen die (vermeintlich) von Juden begangen wurden/werden aufmerksam machen will, als wenn das jemand aus einer anderen Nation tut.
Wenn du jemand auf die Fresse haust und dann hinterher sagst, der war ja selber Schuld, klingt das nach einer Rechtfertigung. Wenn jemand anderes, der es vielleicht gesehen hat, sagt das dein Opfer durch sein verhalten dich provoziert hat, kann das die Tat in einem anderen Licht erscheinen. Es muss aber ein Zusammenhang zwischen der Tat und dem Verhalten des Opfers bestehen.
Ich glaube aber nicht, das durch irgendeinen Tatbestand das worüber wir reden gerechtfertigt werden kann. Also sind alle Versuche dies zu tun, gerade von dt., ein schamlose Respektlosigkeit gegenüber den damaligen Opfern.
Struppi.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 31. 10. 2003, 12:32
Sup!
Die interssanten Fragen sind doch eigentlich nur:
- Aus welchem Anlass hat der Herr Hohmann diese Aeusserungen getan (unprovoziert, provoziert, wen ja, durch wen)?
- Waren in der Tscheka (russischer Geheimdienst, der ohne Verhandlung Leute erschiessen durfte) ueberdurchschnittlich viele Juden oder nicht?
Daraus koennte man dann ableiten, ob die Aeusserung angebracht war oder nicht.
Aus dem Kontext gerissen ist die Analyse allein des Gesagten voellig sinnlos.
Gruesse,
Bio
--
Elite ist mein zweiter Vorname
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Lude, 31. 10. 2003, 13:43
Hi,
Du moechtest die Sache mit den Moeglichkeiten des Verstands bearbeiten. Das kann m.E. auch hier gar nicht so schlecht sein.
»» - Aus welchem Anlass hat der Herr Hohmann diese Aeusserungen getan (unprovoziert, provoziert, wen ja, durch wen)?
Ein Anfall von Jenningeritis und ein eindeutiges Zeichen den Beruf verfehlt zu haben, bzw. sein Handwerk nicht zu verstehen?
»» - Waren in der Tscheka (russischer Geheimdienst, der ohne Verhandlung Leute erschiessen durfte) ueberdurchschnittlich viele Juden oder nicht?
Eine der Kernfragen. Stimmt der historische Bezug? Man muesste einfach nur nach "Juden+Bolschewisten" ein wenig googeln?
Gruss,
Lude
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 31. 10. 2003, 14:03
Sup!
Beim Googlen habe ich herausgefunden, dass behauptet wird, die Deutschen haetten Lenin mit Geld und Material ausgestattet, um Russland zu destabilisieren.
Sollte das stimmen, waeren wir - indirekt - auch an der Tscheka schuld.
Das ist wohl "unser" Schicksal.
Gruesse,
Bio
--
Elite ist mein zweiter Vorname
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Lude, 31. 10. 2003, 14:08
Hi,
»» Beim Googlen habe ich herausgefunden, dass behauptet wird, die Deutschen haetten Lenin mit Geld und Material ausgestattet, um Russland zu destabilisieren.
dieses Wissen habe ich allerdings vorausgesetzt. Soz. eine Biowaffe von Kaiser Wilhelm. ;-)
Gruss,
Lude
PS: Also keine Biowaffen einsetzen.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Chräcker Heller, 31. 10. 2003, 14:20
Hallo,
»» Beim Googlen habe ich herausgefunden, dass behauptet wird, die
»» Deutschen haetten Lenin mit Geld und Material ausgestattet, um
»» Russland zu destabilisieren.
dazu hast Du googeln müssen? Tse Tse Tse, ich gebe ja zu, das ich auf ziemlich vielen Wissensgebieten mehr als grobe Lücken habe, aber womit man uns in der Schule gelangweilt hat (und ich mich heute ärgere, das ich nicht mehr aufgepast habe) weiß ich schon noch: also kommt mir die Frage: hattest Du das nicht in der Schule?
Chräcker
--
http://www.Schubladendinge.de
zu:]
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 31. 10. 2003, 14:43
Sup!
»» dazu hast Du googeln müssen? Tse Tse Tse, ich gebe ja zu, das ich auf ziemlich vielen Wissensgebieten mehr als grobe Lücken habe, aber womit man uns in der Schule gelangweilt hat (und ich mich heute ärgere, das ich nicht mehr aufgepast habe) weiß ich schon noch: also kommt mir die Frage: hattest Du das nicht in der Schule?
Ne, Tscheka gab's bei uns nicht. Nur Wirtschaftskrise, industrielle Revolution, Weltkriege und sowas.
Gruesse,
Bio
--
Elite ist mein zweiter Vorname
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Struppi, 31. 10. 2003, 14:38
»» Sup!
»»
»» Beim Googlen habe ich herausgefunden, dass behauptet wird, die Deutschen haetten Lenin mit Geld und Material ausgestattet, um Russland zu destabilisieren.
Das ist richtig, aber natürlich nicht aus ideologischen Gründen. Aber wie so oft (siehe USA <-> Saddam) ist es so: der Feind meiner Feinde ist mein Freund und dann wird auch gern mal die eigenen Gesinnung über Bord geworfen. Aber glücklicherweise hat dies nicht verhindert das das unsägliche Kaiserreich ein Ende gefunden hat.
Struppi.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Cyx23, 31. 10. 2003, 12:43
Hallo Forum,
Faschismus und Führerideologien berufen sich gerne auf Gott,
und wahrscheinlich passiert das heute auch vermehrt.
Bei der hier im Ausgansposting falsch zusammengefassten und falsch
interpretierten Quelle ist die immer wiederkehrende Argumentation der
Gottlosigkeit nicht nur falsch, sondern besonders perfide und geschmacklos.
Das auch gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus.
Vielleicht auch ein Versuch der Geschichtsfälschung, zumal es nebem dem
schnöden Mammon gerade die religiösen Ideologien sind, die auch
augenblicklich die blutigen Taten unserers Jahrhunderts mitbegründen.
Beim Autor gilt es daher nicht nur den bei Äusserungen wie "Tätervolk"
zu befürchtenden Antisenmtismus zu hinterfragen, sondern nach den betr.
Ausschnitten in der FAZ ist es ganz besonders sein Verständnis von
Demokratie welches viel mehr zu denken geben sollte.
Grüsse
Cyx23
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Swen Wacker, 31. 10. 2003, 12:47
Moin,
»» Aber reicht das aus um den Mann so hinzurichten, wie es im Moment geschieht?
Der Mann wird nicht hintergerichtet. Er hat sich selbst hingerichtet. Der Mann hat als Politiker Berufsfrei bis zum Schluß seines Lebens.
Typen wie dieser Abgeordnete sind es, die es nicht müde werden, ständig ein vermeintliche Entschuldung des deutschen Volkes herbeijammern zu wollen, indem sie gebetsmühlenartig wiederholen, die Völkermorde in der Zeit des zweiten Weltkrieges könnte "dem deutschen Volk" nicht angelastet werden. Es gäbe keine "Schuld der Deutschen" (was ja auch keiner behauptet) etc.
Und der entblödet sich nun nicht, "die Juden" als Tätervolk bezeichnen?
So dummlich, so blöd, so scheinheilig naiv darf ein deutscher Abgeordneter nicht sein.
Der beschämt und beschädigt unser Volk. Wenn der auch nur ein Funke Anstand im Hirn hat, dann tritt er zurück. Sollte er das nicht tun, dann bin ich mal gespannt, ob Frau Merkel ihren knallharten Worten auch Taten folgen läßt.
Wenn irgendwelche Privatleute (Bio etwa hat ja ähnlich provokante Thesen hier immer wieder vertreten.) vergleichbaren Unfug verzapfen, dann kann man sich herrlich darüber streiten. Und gut ist. Aber bei Menschen mit so hoher Funktion in unserer Demokratie liegen die Verhältnisse halt anders. Sie tragen eine hohe Verantwortung. Der moralische Maßstab liegt höher. Der Mann hat die Beknackheitsgrenze gerissen. Rote Karte.
Viele Grüße
Swen
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Swen Wacker, 31. 10. 2003, 13:01
Moin,
ich revidiere meine Meinung, nachdem ich eben bei dpa eine längere Dokumentation der Rede gelesen habe http://www.n-tv.de/5191672.html.
Wenn das so stimmt, dann haben sich viele Medien ohne ausreichende Recherche an die Öffentlichkeit gewagt.
Leider hat der OV Neuhof die Rede anscheinend von seiner Webseite genommen. Ich fand eeben keinen Link mehr auf deren Webseite.
Herr Hohmann sagt schließlich laut dpa: "Daher sind weder 'die Deutschen', noch 'die Juden' ein Tätervolk."
Mir scheint, ich will wir die Rede aber nachher nochmal in Ruhe durchlesen, Herr Hohmann könnte hier in eine ähnliche Rhetorikgrube gefallen wie seinerzeit der Bundestagspräsident Jenninger. im Ergebnis ändert das nichts an der Idee, ihn in den Rihestand zu schicken.
Swen
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Cyx23, 31. 10. 2003, 13:30
Hallo Swen,
»» ich revidiere meine Meinung, nachdem ich eben bei dpa eine längere Dokumentation der Rede gelesen habe http://www.n-tv.de/5191672.html.
die Quelle unterscheidet sich offenbar inhaltlich nicht von der geposteten Ausgangsquelle http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E78ADC8F1C64044D698ADB9459150811E~ATpl~Ecommon~Scontent.html.
»» Wenn das so stimmt, dann haben sich viele Medien ohne ausreichende Recherche an die Öffentlichkeit gewagt.
»» Herr Hohmann sagt schließlich laut dpa: "Daher sind weder 'die Deutschen', noch 'die Juden' ein Tätervolk."
Die Perversion in Form von (Zitat, s.o.): "Die Gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts." passt denn offenbar auch gut in dein demokratisch-religöses Weltbild?
Grüsse
Cyx23
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Swen Wacker, 31. 10. 2003, 15:57
Moin,
»» die Quelle unterscheidet sich offenbar inhaltlich nicht von der geposteten Ausgangsquelle
Ich vermute, dass ich die FAZ-Doku nicht zuende gelesen hatte. Ich war geprägt von anderen online-Meldungen, die ich dazu - etwa über die google-news - gelesen hatte und wohl zu vorgeprägt.
Und etwas zu eilig - kleiner Fehler von mir :-)
»» Die Perversion in Form von (Zitat, s.o.): "Die Gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts." passt denn offenbar auch gut in dein demokratisch-religöses Weltbild?
Wie kommst du Darauf?
Gruß
Swen
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Cyx23, 31. 10. 2003, 16:59
Hallo,
»» »» die Quelle unterscheidet sich offenbar inhaltlich nicht von der geposteten Ausgangsquelle
»»
»» Ich vermute, dass ich die FAZ-Doku nicht zuende gelesen hatte. Ich war geprägt von anderen online-Meldungen, die ich dazu - etwa über die google-news - gelesen hatte und wohl zu vorgeprägt.
»» Und etwas zu eilig - kleiner Fehler von mir :-)
»»
»» »» Die Perversion in Form von (Zitat, s.o.): "Die Gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts." passt denn offenbar auch gut in dein demokratisch-religöses Weltbild?
»»
»» Wie kommst du Darauf?
nun, bei den bislang genannten beiden dir eigentlich bekannten(?s.o.) Quellen ist das Zitat enthalten, und deshalb deine Einschätzung "Rhetorikgrube" deplaciert und verharmlosend.
Immerhin ist bei tagesschau.de schon (Zitat Rüttgers) "..geschichtliche Wahrheit verfälscht." zu lesen.
Eine einfache undifferenzierte Schlussfolgerung "Antisemitismus" wäre unzulänglich, letztendlich verharmlosend.
Man sollte schon den Umweg über die französchische Revolution, die Religiösität von Revolutionären, bis zur Hitler
im Text anschauen: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID2535644,00.html.
Mein nach Kenntnis nur des Auszugs(FAZ) gewählter Titel im früheren Posting "Religöser Faschismus statt Aufklärung" bestätigt sich nach der Lektüre der vollständigen Quelle m.E. unerwartet deutlich als Thema.
Grüsse
Cyx23
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 31. 10. 2003, 13:36
Sup!
»» Herr Hohmann sagt schließlich laut dpa: "Daher sind weder 'die Deutschen', noch 'die Juden' ein Tätervolk."
»» Mir scheint, ich will wir die Rede aber nachher nochmal in Ruhe durchlesen, Herr Hohmann könnte hier in eine ähnliche Rhetorikgrube gefallen wie seinerzeit der Bundestagspräsident Jenninger. im Ergebnis ändert das nichts an der Idee, ihn in den Rihestand zu schicken.
Man muss also immer dann zuruecktreten, wenn die Medien einen falsch bzw. verfaelschend zitieren?
Der ZdJ hat also immer das Recht, sich (auf deutsch gesagt) tierisch aufzupissen und von schlimmstem Antisemitismus zu reden, und damit Leute arbeitslos zu machen und gesellschaftlich hinzurichten, ohne vorher zu recherchieren, ob an den Vorwuerfen etwas dran ist?
Unser System der oeffentlich-medialen Vor-Verurteilung durch eine Amok laufende, sensationsmeldungsgeile Journaille, die Hin und Wieder die Hatz auf einen vermeintlichen Antisemiten braucht, ist es, was geaendert werden sollte.
Das Journalistische Nivau dieser "Da hat jemand was antisemitisches gesagt"-Meldungen ist doch erbaermlich. Keine Recherche, keine Hintergrundinformationen, nur eine Schlagzeile, und dann Meinungen ehrlich empoerter Buerger, die man mit einer verfaelschenden Darstellung des Gesamtzusammenhangs kuenstlich aufgehetzt hat.
Nach dieser Methode kann man auch eine Masse alleinerziehender Muetter fragen, was sie von einer Kuerzung des Kindergeld haelt (wobei man die gleichzeitige Erhoehung des Sozialhilfesatzes/Wohngelds/Freibetrags unerwaehnt laesst).
Und der ZdJ sollte mal etwas besonnener und erwachsener agieren, und nicht immer reflexartig die immer gleichen Litaneien von sich geben, die keiner mehr hoeren kann und will, wie z.B. "es gibt ganz viel ganz schlimmen Antisemitismus in Deutschland, verdeckt natuerlich, der immer staerker wird". Wobei der verdeckte Antisemitismus schon seit Jahrzehnten stetig wachsen soll, so dass wohl bald 140% der Deutschen Nazis sein muessen.
Gruesse,
Bio
--
Elite ist mein zweiter Vorname
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: MarkX, 31. 10. 2003, 13:40
Hi!
Treffender kann man es nicht auf den Punkt bringen. Da kann man nur zustimmmen.
MfG
MarkX.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Chräcker Heller, 31. 10. 2003, 14:30
Hallo,
»» Man muss also immer dann zuruecktreten, wenn die Medien einen
»» falsch bzw. verfaelschend zitieren?
kommt drauf an. Teilweise würde ich sogar sagen: ja, man muß. Zum Beruf der Politiker gehört es auch, sich zu äußern. Und zwar so, das die Öffentlichkeit das mitbekommt. Dazu gibt es die Medien als "Infotransporteure. Wie die Medien artbeiten dürfte nun weiland bekannt sein. Wenn man also nun bestimmte Podien und bestimmte Werkzeuge (Medien) nutzt (weil es zum Job gehört), diese aber eklatant falsch einschätzt, hat man seinen Beruf falsch gewählt. (Man kann auch Politiker sein, ohne öffentliche reden zu halten und sich zum Bsp um Sachthemen in Ausschüssen kümmern etc, das ist natürlich nicht immer so spannend und karierefördernd...)
Bei bestimmten Themen sollte es auch Aufgabe des Politikers sein, etwas mehr Geschick bei der Vermittlung der vorzutragenen Meinung walten zu lassen. (Das alles jetzt unabhängig vom konkreten Fall mit dem ich mich noch nicht ausreichend beschäftigt habe)
Chräcker
--
http://www.Schubladendinge.de
zu:]
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Swen Wacker, 31. 10. 2003, 16:14
Moin,
»» »» Mir scheint, ich will wir die Rede aber nachher nochmal in Ruhe durchlesen, Herr Hohmann könnte hier in eine ähnliche Rhetorikgrube gefallen wie seinerzeit der Bundestagspräsident Jenninger. im Ergebnis ändert das nichts an der Idee, ihn in den Rihestand zu schicken.
»»
»» Man muss also immer dann zuruecktreten, wenn die Medien einen falsch bzw. verfaelschend zitieren?
Nicht immer, aber immer wieder. Politiker leben auch ganz gut davon, dass ihre Reden ins Positive überinterpretiert werden, inhaltlicher Stuß zu Anerkennung führt; nur weil es gerade in die Mode passt.
»» Unser System der oeffentlich-medialen Vor-Verurteilung durch eine Amok laufende, sensationsmeldungsgeile Journaille, die Hin und Wieder die Hatz auf einen vermeintlichen Antisemiten braucht, ist es, was geaendert werden sollte.
Schau Dir mal Dein Ex-Vorbild Möllemann an. Der war ein Künstler darin, sich "öffentlich-medial" besser darzustellen, als die praktischen Ergebnisse seiner politischen Arbeit erwarten ließen. Der konnte prima mit und von der - ihm gefallenden - Vor-Verurteilung leben. Irgendwann geht es dann auch mal anders herum.
Deine Reduktion auf "vermeintliche Antisemiten" möchte ich gern quantitativ belegt sehen. In welchen prozentualen Verhältnis steht denn das von Dir behauptete "System der oeffentlich-medialen Vor-Verurteilung", dass zu einer "Hatz auf einen vermeintlichen Antisemiten" führt, zu der Gesamtzahl der schlecht recherchierten Meldungen, die Personen diffamieren? Oder pflegst Du einfach ein Vorurteil?
Gruß
Swen
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Lude, 31. 10. 2003, 14:34
Hi,
»» ich revidiere meine Meinung, nachdem ich eben bei dpa eine längere Dokumentation der Rede gelesen habe http://www.n-tv.de/5191672.html.
moeglicherweise meinst Du die vollstaendige Version:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID2535644,00.html
Gruss,
Lude
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Swen Wacker, 31. 10. 2003, 16:23
Moin,
»» moeglicherweise meinst Du die vollstaendige Version:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID2535644,00.html
Mittlerweile kenne ich sie auch, danke Dass Du sie verlinkt hattest. Ich denke, im Gesamtkontext gibt die Rede ein klares, eindeutiges Bild über das Weltverständnis der Herrn H.
Gruß
Swen
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Chräcker Heller, 31. 10. 2003, 14:45
Hallo,
»» Herr Hohmann sagt schließlich laut dpa: "Daher sind weder 'die
»» Deutschen', noch 'die Juden' ein Tätervolk."
genau um diesen Punkt dreht sich zur Zeit meine nicht abgeschlossene Meinungsbildung auch. Auch hier muß man den Redezusammenhang sehen. Dieser Behaubtung an sich könnte ich erst einmal spontan zustimmen. Die Frage ist nur: welcher Logikkette stimme ich zu, wenn ich diese Bemerkung aus dem Mund von Herrn Hohmann zustimme. Er führt (unglücklich formuliert, weil aussugsweise zitierbar) an, das man "die Juden" genauso wie "die Deutschen" als Täter bezeichnen könnte(!!!) - Unglücklich auch deswegen, weil diese Eingangsthese, die (angeblich?) nur der späteren Wiederlegung wegen am Anfang relativ unabgefedert kommt. Die Kette scheint mir so aufgebaut worden zu sein:
- (rethorische) Behaubtung, das wenn die Deutsche ein Tätervolk sind, dann die Juden "aber auch"
- Klarlegung, das die Juden kein Tätervolk waren, die Deutschen also auch nicht.
- Feststellung, das es kein Tätervolk gibt.
Spannend ist der mittlere Punkt, der ja die "positive" Wende in der Kette bringen soll. Warum sind denn Juden keine Täter gewesen? Weil... ja weil.... ja weil es keine Juden mehr waren! Und die deutschen waren äh, keine deutschen mehr? Nein, das natürlich nicht, aber immerhin keine Christen mehr. (denn deutsche sind ja Christen, Juden sind, äh, also eben Juden....)
An diesr Stelle, wo die Rede stolpert, stolpere auch ich zur Zeit. Diese Drehung "vom Bösen der Rede" (Juden könnten glatt als Täter bezeichnet werden) zum guten (keine Angst, niemand wars, und schon gar nicht Täter) gehts nicht wirklich rund....
Ich bin mir bisher sowieso noch nicht im klaren, was er uns sagen wollte....
Chräcker
--
http://www.Schubladendinge.de
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Cyx23, 31. 10. 2003, 15:13
Hallo Chräcker,
»» Spannend ist der mittlere Punkt, der ja die "positive" Wende in der Kette bringen soll. Warum sind denn Juden keine Täter gewesen? Weil... ja weil.... ja weil es keine Juden mehr waren! Und die deutschen waren äh, keine deutschen mehr? Nein, das natürlich nicht, aber immerhin keine Christen mehr. (denn deutsche sind ja Christen, Juden sind, äh, also eben Juden....)
»»
»» An diesr Stelle, wo die Rede stolpert, stolpere auch ich zur Zeit. Diese Drehung "vom Bösen der Rede" (Juden könnten glatt als Täter bezeichnet werden) zum guten (keine Angst, niemand wars, und schon gar nicht Täter) gehts nicht wirklich rund....
»»
»» Ich bin mir bisher sowieso noch nicht im klaren, was er uns sagen wollte....
er 'stolpert' vom Antisitismus zur Gottlosigkeit in eine unpolitische Geschichtskleisterei.
Er sagt uns damit m.E. -ob er es wollte oder nicht- dass Demokratie und Aufklärung für ihn im Wertekatalog sehr weit unten angesiedelt sein müssen.
Und sein "Die Gottlosen mit ihren gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts." kann m.E. im hier anzunehmenden oder naheliegendem Kontext in letzter Konsequenz eigentlich nur als Beleidigung von Opfern des NS-Regimes verstanden werden.
Grüsse
Cyx23
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Chräcker Heller, 31. 10. 2003, 15:25
Hallo,
so, habe gerad die ganze Rede gelesen, so wie sie auf http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID2535644,00.html (Dank an Lude) zu lesen ist.
Zwei Dinge habe ich festgestellt.
1) die Medien stürzen sich auf die Schlaglichter und zitieren zum Teil falsch aus dem Zusammenhang und werden der Rede nicht gerecht und
2) die Rede ist, sorry, zum kotzen. Es ist eine reine Deutschland den Deutschen Rede. Das in schönster brauner Nachkriegstradition.
Chräcker
--
http://www.Schubladendinge.de
zu:]
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Lude, 31. 10. 2003, 15:58
Hi,
was alte so die Deutsche Meinungsspitze zur Rede sagt:
Chraecker: "zum kotzen" "schönster brauner Nachkriegstradition"
Paul Spiegel: "einem Griff in die unterste Schublade des widerlichen Antisemitismus"
Angela Merkel: "völlig inakzeptable und unerträgliche Äußerungen"
Laurenz Meyer: "unerträglich"
Bosbach: "Die gelbe Karte muß Hohmann gezeigt werden"
Katrin Göring-Eckardt: "widerlich"
Wilhelm Schmidt: "üblen und unerträglichen antisemitischen Entgleisungen"
Dieter Wiefelspütz: "Ich denke, daß im Deutschen Bundestag kein Platz ist für Antisemitismus"
Dieter Graumann: "angewidert"
Michael Boddenberg: "unhistorische, falsche und unakzeptable Äußerungen"
Quellen:
http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~E0885EB2F0E4F42A2A0E63A7B11F6902C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
[pref:t=62087&m=350807]
Gruss,
Lude
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 31. 10. 2003, 16:32
Sup!
»» Bosbach: "Die gelbe Karte muß Hohmann gezeigt werden"
<satire>
Bosbach ist ein Antisemit, denn es ist mindestens die gelb-rote Karte faellig, wenn nicht die sofortige gezielte Liquidierung des Volksschaedlings.
</satire>
Gruesse,
Bio
--
Elite ist mein zweiter Vorname
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Swen Wacker, 31. 10. 2003, 16:50
Moin,
»» Gruesse,
<satire>
Jetzt sei doch bitte mal ein aufrechter Deutscher und gewöhn Dir an, deutsche Umlaute zu benutzen. Diese ewigen internationalistischen amerikanistischen "ue"s, "ae"s und "oe"s sind kein gutes Deutsch.
</satire>
»»
»» Bio
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 31. 10. 2003, 17:01
Sup!
»» <satire>
»» Jetzt sei doch bitte mal ein aufrechter Deutscher und gewöhn Dir an, deutsche Umlaute zu benutzen. Diese ewigen internationalistischen amerikanistischen "ue"s, "ae"s und "oe"s sind kein gutes Deutsch.
»» </satire>
Dann schick' mir doch bitte eine doitsche Tastatur...
Gruesse,
Bio
--
Elite ist mein zweiter Vorname
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Swen Wacker, 31. 10. 2003, 19:55
Moin,
»» Dann schick' mir doch bitte eine doitsche Tastatur...
bitte gern:
Alt+ 0196 = Ä
Alt+ 0228 = ä
Alt+ 0214 = Ö
Alt+ 0246 = ö
Alt+ 0220 = Ü
Alt+ 0252 = ü
Alt+ 0223 = ß
Gruß
Swen
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Chräcker Heller, 31. 10. 2003, 19:52
Hallo,
tja, das ich meine Meinungen nicht auch wortreich belege kann man mir normalerwiese ja nicht vorewerfen, aber hier ist es mir einfach zu schad. Wer lesen möchte, der hat die Rede ja zur Verfügung. Manchmal darf man auch einfach mal seine emotionale Meinung sagen (erster kommentarteil) und eine Zusammenfassung der rede hinterherschieben (zweiter Teil) - Das die Zusammenfassung so kurz geraten ist liegt an der geringen Substanz der ca. 8 Seiten....
Das die bisherigen Kommentaroen sich lediglich auf die unvollständige und aus dem Zusammenhang gerissenen Äußerungen beziehen erstaunt mich zwar (nicht wirklich), schmälert aber nur deren Meinung. Das "wir" aufs gleiche Resüme kommen ist in diesem Fall Zufall - fast....
Chräcker
--
http://www.Schubladendinge.de
zu:]
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Swen Wacker, 31. 10. 2003, 16:45
Moin,
»» »» Herr Hohmann sagt schließlich laut dpa: "Daher sind weder 'die
»» »» Deutschen', noch 'die Juden' ein Tätervolk."
»»
»» genau um diesen Punkt dreht sich zur Zeit meine nicht abgeschlossene Meinungsbildung auch. Auch hier muß man den Redezusammenhang sehen.
Nach der Lektüre der ganzen Rede: Der Satz kann die Rede nicht mehr entschuldigen.
Der Mann gehört weg vom politischen Fenster.
Erst bedient so ziemlich alle rechten Stammtischparolen, und schließlich wäscht er symbolisch seine Hände in Unschuld? Nein, er will nur die Deutschen entschulden. Denn die Juden hat er ja vorher mehr oder weniger den Kommunisten zugeordnet und diese den Gottlosen. Perfide läßt er dann die christlichen Urwerte hochleben (als ob es nicht gerade die katholische Kirche gewesen wäre, die den Antisemitismus über hunderte von Jahren gepflegt und genährt hat). Und macht die Gottlosen zu den Bösen. Den Boden für die Assoziation Gottlose=Juden, Kommunisten, Kopftuchträger hat er vorher geschickt gesät. Auch der immer wieder geschickt eingestreute Hinweis auf die Dauer des Nationalsozialismuses (in der restlichen Zeit gab es keinen Antisemitismus in D?) ist unseelig ud zeigt auf das hintergründige Ziel: Verharmlosung, Verniedlichung, Finger auf den Anderen, gemeinsam Wunden stillen - und dabei Blut lecken ...
Menschen wie Hohmann schaden Deutschland und schaden weiten Teilen des Christentums. Sie spielen verbales Ping-pong mit Faschisten, Braunen und Neonazis. Und Hohmann wird wissen, was er tat. Keine Träne muss man diesem Hinterbänkler nachweinen. Im Gegenteil. Gerade denjenigen, die nicht mit der dicken Keule argumentieren sondern mit feinsinnig erscheinenden Gedanken das Rechtsradikale nähren, sind geffährlich. Gerade in Volksparteien wie der CDU werden sie hoffentlich schnell mit Sanktionen belegt. Die wollen schließlich wieder Mehrheiten finden und können es sich nicht leisten, im trüben, rechten Wasser zu fischen. Man hat ja bei Möllemann gesehen, wie man mit unbedachten(?) rechtspopulistischen Äußerungen eine Partei an den Rand der Existenz bringen kann.
Gruß
Swen
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 31. 10. 2003, 17:08
Sup!
<satire>
Ja, und weil Hohmann an einem Rand des demokratischen Spektrum operiert, ist die mediale Hetzjagd gegen ihn natuerlich okay.
Wenn er sich ggf. umbringen sollte, ist es nicht so schlimm, dann stirbt ja nur ein widerlicher Antisemit.
</satire>
Gruesse,
Bio
--
Elite ist mein zweiter Vorname
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Chräcker Heller, 31. 10. 2003, 22:29
Hallo,
ich kann nicht in den Bundestag (als Beispiel jetzt) pissen, und mich nacher aufregen, das die Medien das auf die Titelseite bringen und meine Nachbarn mich schief anschauen. Dieser Mann hat zwar nicht in den Bundestag gepisst, aber in die Gesellschaft, und ich kann diese "der arme Mann"-Litanei einfach nicht mehr vertragen. Niemand hat ihn auf diese Bühne gezwungen und niemand hat ihn gezwungen, die Hosen runter zu lassen.
Chräcker
--
http://www.Schubladendinge.de
zu:]
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Thomas J.S., 01. 11. 2003, 00:10
Hallo Bio,
»» <satire>
»» Ja, und weil Hohmann an einem Rand des demokratischen Spektrum operiert, ist die mediale Hetzjagd gegen ihn natuerlich okay.
»» Wenn er sich ggf. umbringen sollte, ist es nicht so schlimm, dann stirbt ja nur ein widerlicher Antisemit.
»» </satire>
»»
Neine Güte, was für Gedanken!?!
Es soll sich ja nicht umbrigen. Ich bin mir sicher, dass er Fallschirmspringen kann.
</zynismus>
Grüße
Thomas
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Tim Tepaße, 31. 10. 2003, 16:44
Hallo Lude,
»» Nicht uebermaessig toll die Argumentation, vielleicht im Kern ein klein
»» wenig richtig und sicherlich politisch ungeschickt. Aber reicht das aus um
»» den Mann so hinzurichten, wie es im Moment geschieht? - Ich meine "nein".
Mir reichen schon andere seiner Äußerungen:
MdB Hohmann befürwortet Vatikandokument zu homosex