![]() |
SELFHTML Forumsarchiv |
|
|
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Merkur, 30. 11. 2005, 15:34
hi
offtopic, total offtopic,
aber bitte dennoch helfen es ist sehr wichtig.
Das letzte Mal französisch liegt viele Jahre zurück,
undheute Abend kommt unser französischer Austausch-Schüler.
ce n'est pas un maison
hört man das "s" in "pas" weil danach ein Selbstlaut kommt?
Also sagt mal "sö nee paS ä mesoo"
oder "sö nee pa ä mesoo" ?
gleiches Problem mit "t"
c'est un maison
se ä mesoo oder seT ä mesoo ?
ils / elles finissent
sagt man "finiss" oder "finissoo"
wie weiß man wann man das -ent am ende in
der 3. Person Plural ausspricht, und wann nicht?
ils/elles préfèrent, ils/elles appellent
je m'apelle (sagt man: schö mapell)
Aber: Beim Infinitiv "appeler" sagt man da auch "apelleee"
oder (wie ich es glaube im Kopf zu haben" "apöjee"
besten dank!
Merkur
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Johan, 30. 11. 2005, 15:59
<johan>
»» ce n'est pas un maison
»» hört man das "s" in "pas" weil danach ein Selbstlaut kommt?
Ja. Allerdings würde ich "une maison" sagen.
»» gleiches Problem mit "t"
»»
»» c'est un maison
Hört man auch.
»» ils / elles finissent
»» sagt man "finiss" oder "finissoo"
Ersteres.
»» wie weiß man wann man das -ent am ende in
»» der 3. Person Plural ausspricht, und wann nicht?
Nie. Man würde es sonst leicht mit "(nous) finissons" verwechseln.
»» je m'apelle (sagt man: schö mapell)
»» Aber: Beim Infinitiv "appeler" sagt man da auch "apelleee"
»» oder (wie ich es glaube im Kopf zu haben" "apöjee"
Äh... stimmt. Und?
Tip: Eine halbe Stunde RFI anhören oder TV5 (Satellit, RFI in Ballungsräumen auch oft über UKW) anschauen. Bringt einen schnell wieder rein.
</johan>
--
<signatur />
ie:% fl:( br:< va:| ls:~ fo:{ rl:? n4:( ss:{ de:] js:( ch:] mo:| zu:)
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Merkur, 30. 11. 2005, 16:24
Hi johan
danke für die antwort!
»» je m'apelle (sagt man: schö mapell)
»» Aber: Beim Infinitiv "appeler" sagt man da auch "apelleee"
»» oder (wie ich es glaube im Kopf zu haben" "apöjee"
Äh... stimmt. Und?
die Frage war glaub ich undeutlich:
Der infinitiv:
appeler
sagt man: apöJee oder apelleee oder auch apeJee oder apöllee ?
lg
Merkur
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Der Martin, 30. 11. 2005, 16:41
Hallo,
»» appeler
»» sagt man: apöJee oder apelleee oder auch apeJee oder apöllee ?
also das mit dem angedeuteten 'j'-Laut beim Doppel-l ist doch wohl mehr eine spanische Sache, oder? Ich habe im Französischunterricht jedenfalls ein klares, deutliches 'l' bei appeler gelernt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ganz da unten in Südfrankreich der spanische Einfluss schon ein bisschen durchschlägt. Im Saarland ist die Aussprache ja auch schon etwas französisch angefärbt, also warum soll das im französisch-spanischen Grenzbereich nicht ähnlich sein!
Hasta luego, ;-)
Martin
--
Um die Wahrheit zu erfahren, muss man den Menschen widersprechen.
(George Bernhard Shaw)
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Vinzenz Mai, 30. 11. 2005, 17:05
Hallo Martin,
»» Im Saarland ist die Aussprache ja auch schon etwas französisch angefärbt,
Du bist ein hoffnungsloser Optimist. Nein, Französisch ist im Saarland genauso eine Fremdsprache wie im Rest der Republik; der Einfluss reicht gerade für ein paar Bereicherungen der Umgangssprache, wie z.B. "wiesaawiiee" oder "Droddewaa", den "Perrong" mit einem klar ausgesprochenen "g" nicht zu vergessen.
Freundliche Grüße
Vinzenz
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Der Martin, 30. 11. 2005, 18:23
Hallo,
»» »» Im Saarland ist die Aussprache ja auch schon etwas französisch angefärbt,
»» Du bist ein hoffnungsloser Optimist.
Optimist?!
Ich hab es in der Saarbrücker Gegend selbst schon erlebt! Es ist Horror! Vom Elsass ganz zu schweigen.
Denn von allen Fremdsprachen, die mir gerade so einfallen, ist Französisch für meine Ohren so ziemlich die schlimmste Tortur. So gesehen kann ich in meiner Beobachtung, dass in grenznahen Gebieten ein gewisser französischer Einfluss bemerkbar ist, keinerlei Optimismus erkennen.
»» [...] wie z.B. "wiesaawiiee" oder "Droddewaa", den "Perrong" mit einem klar ausgesprochenen "g" nicht zu vergessen.
Buhuha! *schüttel*
Fürchterlich! Das ist keine Sprache, sondern eine Krankheit.
Und tschüss,
Martin
--
Solange der Nagellack nicht trrocken ist,
ist eine Frau praktisch wehrlos
(Burt Reynolds)
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Vinzenz Mai, 30. 11. 2005, 18:45
Hallo Martin,
»» »» »» Im Saarland ist die Aussprache ja auch schon etwas französisch angefärbt,
»» »» Du bist ein hoffnungsloser Optimist.
»» Ich hab es in der Saarbrücker Gegend selbst schon erlebt! Es ist Horror! Vom Elsass ganz zu schweigen.
Meine Erfahrungen, die sich inzwischen über einen längeren Zeitraum angesammelt haben, als ich zurückdenken kann, sprechen eine andere Sprache. Vielleicht bin ich auch betriebstaub, kann ja sein. Mein Französischlehrer am Gymnasium war mit meiner damaligen Entscheidung, Französisch abzuwählen, voll und ganz einverstanden.
Der Elsass ist in Frankreich, das Saarland nicht, das ist ein deutlicher Unterschied. Der französische Einfluss auf das Saarland wird außerhalb des Saarlandes definitiv überschätzt.
Freundliche Grüße
Vinzenz
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Der Martin, 30. 11. 2005, 16:08
Hallo,
»» ce n'est pas un maison
zunächst mal: Es heißt "la maison" bzw. "une maison". Aber das ändert nichts an deiner Frage.
»» hört man das "s" in "pas" weil danach ein Selbstlaut kommt?
Ja, auf jeden Fall.
»» Also sagt mal "sö nee paS ä mesoo"
Deine Lautschrift ist phantasievoll, aber du meinst das Richtige. Die andere Variante
»» oder "sö nee pa ä mesoo"
ist falsch. Denn das würde ein Stocken im Redefluss zwischen zwei Vokalen bedeuten. Und das vermeiden die Franzosen um jeden Preis, deswegen wird der stumme Konsonant am Ende im Interesse einer gleitenden Aussprache mitgesprochen.
»» c'est un maison
Auch hier: une. Und ja, das 't' wird auch hier mitgesprochen, weil es damit flüssiger klingt.
»» ils / elles finissent
»» sagt man "finiss" oder "finissoo"
Hier ist es schon schwieriger. Die Endung -ent wird überhaupt nicht gesprochen, ich kann dir aber nicht sagen, warum. In "en finissant", zu deutsch "beim Beenden", wird die Endung ja mitgesprochen (zumindest als Nasallaut).
»» wie weiß man wann man das -ent am ende in
»» der 3. Person Plural ausspricht, und wann nicht?
Das wird gar nicht gesprochen. Nicht, wenn es die Endung der 3. Person Plural ist.
»» ils/elles préfèrent, ils/elles appellent
Hat alles eine stumme (d.h. nicht gesprochene) Endsilbe.
»» je m'apelle (sagt man: schö mapell)
»» Aber: Beim Infinitiv "appeler" sagt man da auch "apelleee"
Ja. Die Endung -er impliziert eine Betonung und _muss_ deshalb mitgesprochen werden. Das gilt auch für -ez oder -et (bei Substantiven).
Bonsoir et bonne chance,
Martin (qui n'a pas parlé Français depuis plus de dix ans)
--
Ja, ja... E.T. wusste schon, warum er wieder nach Hause wollte.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Merkur, 30. 11. 2005, 16:25
»» Hallo Martin!
danke für die tolle erklärung!
etwas ist mir noch unklar,
habs hier nochmals klarer ausgedrückt:
http://forum.de.selfhtml.org/?t=119596&m=767392
Danke!
Merkur
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Vinzenz Mai, 30. 11. 2005, 16:50
Hallo Martin,
»» Hier ist es schon schwieriger. Die Endung -ent wird überhaupt nicht gesprochen,
ich muss Dir doch widersprechen: Bei der französischen Version meines Vornamens, Vincent wird die Endung -ent selbstverständlich gesprochen, ein Nasallaut.
Freundliche Grüße
Vinzenz
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Der Martin, 30. 11. 2005, 18:16
Hallo Vinzenz,
»» »» Hier ist es schon schwieriger. Die Endung -ent wird überhaupt nicht gesprochen,
»» ich muss Dir doch widersprechen: Bei der französischen Version meines Vornamens, Vincent wird die Endung -ent selbstverständlich gesprochen, ein Nasallaut.
natürlich. Und? Ist es die Endung eines Verbs in der 3. Person Plural?
Wohl kaum. ;-)
Wenn du den Kontext zwischen zwei aufeinanderfolgenden Sätzen zerreißt, darfst du dich nicht beklagen, dass der eine Teil der Aussage nicht mehr stimmt.
Schönen Abend noch,
Martin
--
Man sollte immer wissen was man sagt
- aber auf keinen Fall alles sagen, was man weiß.
© 1998-2006
Impressum, Software: Classic Forum