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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Anita, 28. 01. 2007, 17:16
Hi,
vieleicht hat der ein oder andere das ja auch schon aus dem Medien gehört, das ALG2 soll um 3% erhöht werden wegen der 19% Mehrwertsteuer und die Praxisgebühr soll bezahlt werden.
Ist das nichtmal eine gute Nachricht für alle die im HARTZ4 gesetz gefangen sind?
Schönen Sonntag noch :-)
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: frankx, 28. 01. 2007, 17:42
Hellihello Anita,
»» Ist das nichtmal eine gute Nachricht für alle die im HARTZ4 gesetz gefangen sind?
und wer wurde dafür geschmiert? (;-)
Dank und Gruß,
frankx
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: _King Lully, 28. 01. 2007, 17:53
»» vieleicht hat der ein oder andere das ja auch schon aus dem Medien gehört, das ALG2 soll um 3% erhöht werden wegen der 19% Mehrwertsteuer und die Praxisgebühr soll bezahlt werden.
»» Ist das nichtmal eine gute Nachricht für alle die im HARTZ4 gesetz gefangen sind?
Definitv, es gibt eine weitere gute Nachricht: Hartz ist verurteilt, somit nunmehr vorbestraft, sein Name untauglich für die "kleine Rente". ( bspw. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,462564,00.html )
"Kleine Rente" hört sich doch gleich viel besser an, oder?
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 17:57
hi,
»» es gibt eine weitere gute Nachricht: Hartz ist verurteilt, somit nunmehr vorbestraft,
Wegen eines Delikts, dass mit den unter seinem Namen laufenden Reformen nicht das geringste zu tun hat.
»» sein Name untauglich für die "kleine Rente".
Wenn manche Leute nicht differenzieren können vielleicht.
»» "Kleine Rente" hört sich doch gleich viel besser an, oder?
Aber _King Lully mit Unterstrich davor klingt auch noch nicht viel besser.
gruß,
wahsaga
--
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: frankx, 28. 01. 2007, 19:04
Hellihello wahsaga,
»» »» es gibt eine weitere gute Nachricht: Hartz ist verurteilt, somit nunmehr vorbestraft,
»»
»» Wegen eines Delikts, dass mit den unter seinem Namen laufenden Reformen nicht das geringste zu tun hat.
Sind wir uns da so sicher. Wieso sollte einer, der Arbeitnehmerrechte/-interessen einkauft/verkauft sich nicht auch entsprechend verhalten können (Spekulationen darf er dann ruhig aushalten), wenn es um die Interessen arbeitsloser geht.
»» Aber _King Lully mit Unterstrich davor klingt auch noch nicht viel besser.
Herrmann's Law, oder Kühnert's? (http://www.bruhaha.de/laws.html
Gruß,
frankx
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 19:20
hi,
»» »» Wegen eines Delikts, dass mit den unter seinem Namen laufenden Reformen nicht das geringste zu tun hat.
»»
»» Sind wir uns da so sicher. Wieso sollte einer, der Arbeitnehmerrechte/-interessen einkauft/verkauft sich nicht auch entsprechend verhalten können (Spekulationen darf er dann ruhig aushalten), wenn es um die Interessen arbeitsloser geht.
Wieso solltest du keinen *** mit Tieren haben?
(Komm schon, Spekulationen darfst du ruhig aushalten ...)
»» »» Aber _King Lully mit Unterstrich davor klingt auch noch nicht viel besser.
»»
»» Herrmann's Law, oder Kühnert's? (http://www.bruhaha.de/laws.html
Weder die eine noch die andere trifft in diesem Falle zu.
Lediglich "Wer zu spät kommt, ..." trifft auf diesen Sachverhalt zu.
gruß,
wahsaga
--
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: frankx, 28. 01. 2007, 19:46
Hellihello wahsaga,
»»
»» Wieso solltest du keinen *** mit Tieren haben?
»» (Komm schon, Spekulationen darfst du ruhig aushalten ...)
Die Laws kennst du bestimmt besser als ich, deshalb unterlasse ich mal Spekulationen über diese erneute Erfüllung eines selbigen. Abgesehen davon, dass ich Spekulationen nicht aushalten muss, da ich keine öffentliche Verantwortung in der Kategorie übernehme, es zudem bei dem von Dir erwähnten um ein privates Thema geht (ich rede nicht vom privaten Verhalten dieses Mannes) halte ich es mit Olaf Schubert "Sex, hab ich überhaupt nicht nötig". Du liegst also mehrfachst falsch, so richtig Du sonst auch oft liegen magst.
»» Weder die eine noch die andere trifft in diesem Falle zu.
»»
»» Lediglich "Wer zu spät kommt, ..." trifft auf diesen Sachverhalt zu.
Na, wenn das mal stimmt. Gibt ja keinen Validator dafür. Nur was hat der Unterstrich vor dem Namen mit Zuspätkommen zu tun?
Gruß,
frankx
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 19:53
hi,
»» Die Laws kennst du bestimmt besser als ich,
Das glaube ich nicht, Tim.
»» Abgesehen davon, dass ich Spekulationen nicht aushalten muss, da ich keine öffentliche Verantwortung in der Kategorie übernehme,
Wo steht, dass jemand dann "Spekulationen aushalten" muss?
»» »» Lediglich "Wer zu spät kommt, ..." trifft auf diesen Sachverhalt zu.
»»
»» Na, wenn das mal stimmt.
Glaub's mir ruhig.
Ja, ich habe die genannten Laws nachgeschlagen, und halte sie beide nicht für zutreffend bzw. anwendbar.
»» Nur was hat der Unterstrich vor dem Namen mit Zuspätkommen zu tun?
http://forum.de.selfhtml.org/?t=145020&m=941039
gruß,
wahsaga
--
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: frankx, 28. 01. 2007, 20:35
Hellihello wahsaga,
»» Das glaube ich nicht, Tim.
Wieso Tim? Wenn dann Robert.
»» Glaub's mir ruhig.
Na Glaub ich mal ruhig.
Dank und Gruß,
frankx
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 20:43
hi,
»» »» Das glaube ich nicht, Tim.
»»
»» Wieso Tim? Wenn dann Robert.
Das glaube ich nicht, Tim.
gruß,
wahsaga
--
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 28. 01. 2007, 18:26
Sup!
Ist das die soziale Gerechtgkeit a la SPD?
HartzIV (unter anderem für ein paar hunderttausend Faulenzer) wird um 3% erhöht, die Renten (für Menschen, die in ihrer Zeit bis zu 43,75 Stunden pro Woche gerackert haben) aber nur *vielleicht* um 0,2%?
Und die Praxisgebühr, die sich die SPD ausgedacht hat, um "zu verhindern, dass die Leute zu oft zum Arzt gehen", wird jetzt für einen guten Teil der Bevölkerung vom Staat gezahlt? Was ist denn da mit der Steuerungswirkung, die erzielt werden sollte?
Fazit: Total inkonsistente Entscheidungen, keine soziale Gerechtigkeit, die Partei, die im Wahlkampf noch erzählt hat, sie würde keine Mehrwertsteuererhöhung mitmachen, dann aber - erstmal an der Regierung - doch der Erhöhung um gleich 3 Prozentpunkte zugestimmt hat, beweist einmal mehr ihre totale Planlosigkeit und Unfähigkeit.
];-)
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: frankx, 28. 01. 2007, 18:43
Hellihello Bio,
»» HartzIV (unter anderem für ein paar hunderttausend Faulenzer)
Die Quelle für diese Zahl hast Du vermutlich lediglich unterlassen zu nennen, weil ich das bei Google über Hartz4 und "hunderttausenden Faulenzern" schnell finden lässt.
Natürlich gibt es auch unzweifelhafte Beweise, dass sich die proportionale Zahl der die Gemeinschaft ausnutzenden besonders bei sozial Schwachen hoch ausgeprägt ist. Ist ja auch logisch, weil es sich dort ja weniger lohnt als wie beim Steuerhinterziehen, bestechen etc.pp.
Gruß,
frankx
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 28. 01. 2007, 19:53
Sup!
Fakt ist doch, dass das Alg2 erhöht werden soll, die Renten aber nicht oder nur kaum, und dass das ungerecht ist - ganz unabhängig davon, ob ein Anteil der Alg2-Empfänger aus Faulenzern besteht oder nicht.
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 19:55
hi,
»» Fakt ist doch [...] - ganz unabhängig davon, ob ein Anteil der Alg2-Empfänger aus Faulenzern besteht oder nicht.
Dann darf doch wohl zu recht hinterfragt werden, wieso du dazu trotzdem eine Anmerkung einzufliessen lassen dich bemüssigt fühltest.
scnr,
wahsaga
--
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 28. 01. 2007, 20:36
Sup!
»» Dann darf doch wohl zu recht hinterfragt werden, wieso du dazu trotzdem eine Anmerkung einzufliessen lassen dich bemüssigt fühltest.
Um das besondere Maß der Ungerechtigkeit zu betonen, das entsteht, wenn Rentern (haben in Zeiten der Vollbeschäftigung fast zu 100% viel gearbeitet) keine Rentenerhöhung zugestanden wird, aber das Alg2 (beziehen u.a. auch arbeitsunwillige Leute, egal wie viele das jetzt sein sollten - 1,5 oder 20%) erhöht wird.
http://doku.iab.de/mittab/1991/1991_1_MittAB_Rosenbladt.pdf
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: frankx, 28. 01. 2007, 20:53
Hellihello Bio,
»»
»» http://doku.iab.de/mittab/1991/1991_1_MittAB_Rosenbladt.pdf
»»
Zitat: "Der Aufsatz stellt Ergebnisse einer Untersuchung von 1989 dar,..." ???
Gruß,
frankx
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 28. 01. 2007, 21:32
Sup!
»» Zitat: "Der Aufsatz stellt Ergebnisse einer Untersuchung von 1989 dar,..." ???
Kennst Du eine neuere Untersuchung, und ändert sich der Prozentsatz der Arbeitsunwilligen etwa jährlich?
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 21:43
hi,
»» und ändert sich der Prozentsatz der Arbeitsunwilligen etwa jährlich?
War diesen zu Drücken nicht zumindest eines der Ziele von Hartz IV?
gruß,
wahsaga
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 29. 01. 2007, 20:50
Sup!
»» War diesen zu Drücken nicht zumindest eines der Ziele von Hartz IV?
Ich bezweifle aber, dass das geklappt hat; nicht zuletzt, weil Maßnahmen der SPD fast immer nicht funktionieren... }:-)
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Daniel Thoma, 28. 01. 2007, 22:50
Hallo Bio,
»» und ändert sich der Prozentsatz der Arbeitsunwilligen etwa jährlich?
Der Prozentsatz der Arbeitsunwilligen hängt sicher von der Rechtslage und von gesellschaftlichen Gegebenheiten ab. Beides dürfte sich in den letzten 10-20 Jahren deutlich geändert haben.
Zudem ist die Arbeitslosigkeit erheblich gestiegen. Ein linearer Zusammenhang zwischen Arbeitslosen/Arbeitsunwilligen ist erstmal nicht anzunehmen. Folglich bringen die Prozentsätze nichts.
Deine Aussage ist somit höchst unwissenschaftlich. ;-)
Grüße
Daniel
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 29. 01. 2007, 20:49
Sup!
»» Deine Aussage ist somit höchst unwissenschaftlich. ;-)
Naja, wenn man es wissenschaftlich sehen will, dann habe ich eine These, und Du noch kein Gegenargument... *g*
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: frankx, 28. 01. 2007, 20:47
Hellihello Bio,
»» Fakt ist doch, dass das Alg2 erhöht werden soll, die Renten aber nicht oder nur kaum, und dass das ungerecht ist
Ergänzend zu wahsagas meineMeinungtreffenden Kommentar: Die Tatsache, dass Alg2 von Teilen der Bevölkerung (ua. auch einigen Politikern) im Verhältnis gesehen als "zu niedrig" eingeschätzt wird, lässt als einzigen Fakt erkennen, dass es hier unterschiedliche Ansichten gibt, was die Verhältnismäßigkeiten angeht. Deine Ansicht hast Du kundgetan. Zum Fakt wird sie dadurch nicht (der Inhalt der Meinung, nicht die Meinungsäußerung selbst, die ist natürlich auch ein Fakt). Dass Du sie mit einer quellenlosen Unterstellung versuchst zu untermauern (Hundertausende sind ja nun nicht grad wenig, selbst im Verhältnis zu roundabout 5 Mio Arbeitslosen) hilft bei der wohl beabsichtigten Faktisierung wohl eher weniger.
Gruß,
frankx
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 20:54
hi,
»» Die Tatsache, dass Alg2 von Teilen der Bevölkerung (ua. auch einigen Politikern) im Verhältnis gesehen als "zu niedrig" eingeschätzt wird, lässt als einzigen Fakt erkennen, dass es hier unterschiedliche Ansichten gibt, was die Verhältnismäßigkeiten angeht.
Die Höhe solcher Aufwendungen sollte aber nicht von denen bemessen werden, denen sie zugute kommen.
(Ja, dass das bei Politikerdiäten o.ä. auch der Fall ist mag sein, ist aber wieder ein anderes Thema.)
gruß,
wahsaga
--
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Daniel Thoma, 28. 01. 2007, 21:06
Hallo Bio,
»» HartzIV (unter anderem für ein paar hunderttausend Faulenzer) wird um 3% erhöht, die Renten (für Menschen, die in ihrer Zeit bis zu 43,75 Stunden pro Woche gerackert haben) aber nur *vielleicht* um 0,2%?
Du scheinst Gerechtigkeit über Leistung zu definieren. "Wer mehr geleistet hat, soll auch mehr bekommen". Dieses Verständnis herrscht meinem Eindruck nach besonders in der CDU und FDP vor.
Auf diesem Gerechtigkeitsverständnis basierte auch die Forderung der CDU vor einiger Zeit, Arbeitslosengeld/Sozialhilfe für Menschen, die lange gearbeitet/mehr verdient haben, zumindest einige Zeit lang zu erhöhen. (Bundespräsident Köhler hat sich dazu recht ablehnend geäußert.)
Grundsätzlich kann man beobachten, dass man diesem Gerechtigkeitsverständnis in seiner Extremform (die so zugegebenermaßen eher nicht vertreten wird) durch vollständige Abschaffung staatlicher, sozialer Sicherungssysteme gerecht wird.
Soziale Sicherungssysteme basieren also nicht auf diesem leistungsorientierten Gerechtigkeitsverständis, sondern auf einem, das jedem das Recht auf eine gewisse Grundversorgung und Beteiligung am allgemeinen Wohlstand zugesteht.
Aus diesem Grund zieht die Argumentation, dass irgend eine Bevölkerungsgruppe ja viel mehr geleistet und daher auch mehr Anspruch auf Leistungen habe, mit diesem Allgemeingültigkeitsanspruch nicht.
Ich weiß nun nicht, wie es ist, von Harz IV oder einer niedrigen Rente leben zu müssen und habe auch keine zuverlässigen Informationen dazu. Daher erlaube ich mir kein Urteil darüber, wo eine Erhöhung nun notwendig ist und wo nicht.
Prinzipiell erscheint es mir aber durchaus nachvollziehbar, dass bei Empfängern von Sozialleistungen (Harz IV) ein Ausgleich für die Mehrwertsteuererhöhung notwendig ist, während das beim durchschnittlichen Rentner nicht der Fall ist.
Ein pauschales erstatten der Praxisgebühr ist aber vermutlich nicht sinnvoll. Wenn erforderlich sollte man das wohl besser auf eine Wiese ausgleichen, bei der der gewünschte Steuerungseffekt erhalten bleibt.
Grüße
Daniel
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 21:14
hi,
»» [...] Daher erlaube ich mir kein Urteil darüber, wo eine Erhöhung nun notwendig ist und wo nicht.
»» Prinzipiell erscheint es mir aber durchaus nachvollziehbar, dass bei Empfängern von Sozialleistungen (Harz IV) ein Ausgleich für die Mehrwertsteuererhöhung notwendig ist, während das beim durchschnittlichen Rentner nicht der Fall ist.
Du erlaubst dir also kein Urteil, aber für "durchaus nachvollziehbar" hältst du es schon - auf welcher Basis, wenn man fragen darf?
gruß,
wahsaga
--
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Daniel Thoma, 28. 01. 2007, 21:45
Hallo wahsaga,
»» Du erlaubst dir also kein Urteil, aber für "durchaus nachvollziehbar" hältst du es schon - auf welcher Basis, wenn man fragen darf?
Ich halte es für "Prinzipiell durchaus nachvollziehbar".
Ich kenne die konkrete Situation nicht genau genug (ich weiß also nicht, wie viel Harz IV Empfänger z.B. über "zu wenig" Geld verfügen. Wie drastisch sich die Mehrwertsteuererhöhung auf ihre Lebenshaltungskosten auswirkt, wie das dagegen bei Rentnern aussieht usw.)
Ich sehe aber, dass es prinzipiell möglich ist, dass soziale Absicherung verbessert werden muss während Altersvorsorge völlig ausreichend ist.
Ich äußere also keine Meinung dazu, ob diese 3% Erhöhung nun im konkreten Fall angebracht sind, sondern widerspreche nur Bios Argumentation.
Grüße
Daniel
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 21:53
hi,
»» Ich sehe aber, dass es prinzipiell möglich ist, dass soziale Absicherung verbessert werden muss während Altersvorsorge völlig ausreichend ist.
Woran siehst du das?
(Altersarmut soll in Deutschland laut Wikipedia zwar derzeit [1] rückläufig sein - wobei mir, wenn ich die genannten Zahlen für 2003 vergleiche 11,4% Altersarmut so wesentlich weniger als 13,5% "Gesamtarmut" nicht zu sein scheinen - es wird aber von einem Anstieg in Zukunft ausgegangen. Und zwar u.a. wegen der Kürzungen in der Rentenreform.
[1] Über einen Zeitraum von 1998 bis 2003 betrachtet.)
Wenn du an dem "prinzipiell" festhalten möchtest, dann würde ich sagen, dass es ebenso prinzipiell auch genau andersherum sein (bzw. sich in naher Zukunft so entwickeln) könnte.
gruß,
wahsaga
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Daniel Thoma, 28. 01. 2007, 22:28
Hallo wahsaga,
»» Wenn du an dem "prinzipiell" festhalten möchtest, dann würde ich sagen, dass es ebenso prinzipiell auch genau andersherum sein (bzw. sich in naher Zukunft so entwickeln) könnte.
Ja, aber das ist kein Gegenargument.
Wie in dem Wikipedia-Artikel auch steht wird der Anstieg gerade wegen der jetzigen Arbeitslosen erwartet. Aufgrund ihrer langen Arbeitslosigkeit bekommen sie dann auch kaum Rente.
Es werden also gerade nicht die sein, die viel geleistet haben.
Ihnen zu helfen ist also gerade auf Grund des von mir vertretenen Gerechtigkeitsgedankens, nicht auf Grund des von Bios vertretenen, leistungsorientierten Gerechtigkeitsgedankens erforderlich.
Mag sein, dass sich die SPD nur versucht, bei Arbeitslosen Boden gut zu machen, weil sie davon ausgeht, von diesen eher gewählt zu werden, als von Rentnern. Deswegen ist Bios Argument trotzdem nur CDU/FDP-Propaganda um eben denen, die sie eher wählen, Vorteile zu verschaffen.
Ich hoffe, Du verstehst dieses mal, dass ich hier gegen ein Verständnis von Gerechtigkeit argumentiere, das in letzter Zeit sehr oft in Sozialdebatten auftaucht und mir diese konkrete, politische Entscheidung relativ egal ist.
Grüße
Daniel
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 23:38
hi,
»» Wie in dem Wikipedia-Artikel auch steht wird der Anstieg gerade wegen der jetzigen Arbeitslosen erwartet. Aufgrund ihrer langen Arbeitslosigkeit bekommen sie dann auch kaum Rente.
»» Es werden also gerade nicht die sein, die viel geleistet haben.
»» Ihnen zu helfen ist also gerade auf Grund des von mir vertretenen Gerechtigkeitsgedankens, nicht auf Grund des von Bios vertretenen, leistungsorientierten Gerechtigkeitsgedankens erforderlich.
Ihnen muss also jetzt schon mehr geholfen werden, weil ihnen später auch noch mehr geholfen werden muss?
gruß,
wahsaga
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: jekkop, 28. 01. 2007, 23:50
»» Ihnen muss also jetzt schon mehr geholfen werden, weil bla bla ..
Ihnen muss jetzt geholfen werden, damit sie später Anderen helfen können. Aber das verstehst du und andere eben nicht.
Sei es drum, das ist egal, wir haben mehr Ausdauer.
jekkop
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 23:56
hi,
»» »» Ihnen muss also jetzt schon mehr geholfen werden, weil bla bla ..
»» Ihnen muss jetzt geholfen werden, damit sie später Anderen helfen können.
Und wie sieht das aus, dieses später anderen helfen?
gruß,
wahsaga
--
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#GeorgeWBush { position:absolute; bottom:-6ft; }
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: jekkop, 29. 01. 2007, 00:03
hi,
»» Und wie sieht das aus, dieses später anderen helfen?
1. Ihnen Arbeit geben.
2. Sie zu ihren Wort stehen lassen.
3. 20 Stunden und mehr arbeiten und sie zugunsten Anderer nicht abrechnen wenn dasS Gehalt eigendlich stimmt.
4. Willste noch mehr?
jekkop
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 29. 01. 2007, 00:12
hi,
»» »» Und wie sieht das aus, dieses später anderen helfen?
»» 1. Ihnen Arbeit geben.
Und in wie fern gibt ein Hartz IV-Empfänger anderen Arbeit?
»» 2. Sie zu ihren Wort stehen lassen.
Welches Wort geben denn Hartz IV-Empfänger?
»» 3. 20 Stunden und mehr arbeiten und sie zugunsten Anderer nicht abrechnen wenn dasS Gehalt eigendlich stimmt.
Welche 20 Stunden rechnen denn Hartz IV-Empfänger ab?
»» 4. Willste noch mehr?
Nein, genug von deinem Blödsinn.
gruß,
wahsaga
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: jekkop, 29. 01. 2007, 00:32
hi,
ich sagte ja schon dass du es nicht verstehen wirst, aber weil ich dich mag erkläre ich es dir.
Ich bin zwar wohl dumm (in deinen Augen), aber doch in der Position 4 Arbeitsplätze zu beherschen. Wir haben aber 4 1/2. Die nötige Arbeit braucht aber mindestes 5+ Arbeitsplätze und mehr. Das erledigen wir Vier 1/2 einfach mal so. Wir machen das eben. Niemand außer ein paar (26) Kinder+ Eltern ziehen ihren Nutzen daraus, es sei denn wir können jemanden helfen, dann machen wir das. Einfach so. Wir schaffen die Arbeitsplätze die wir schaffen können. Einfach weil wir es für nötig befinden.
jekkop
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 29. 01. 2007, 00:41
hi,
»» hi,
»» [...]
»» jekkop
Und der Bezug zur Diskussion hier ist jetzt welcher?
gruß,
wahsaga
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: jekkop, 29. 01. 2007, 00:50
»» Und der Bezug zur Diskussion hier ist jetzt welcher?
Dieser du A******** möchte ich jetzt schreiben aber vergiß es, du und so einige andere werden es halt erst verstehen wenn es soweit ist.
Sei es drum.
wahsaga ich mag dich sowieso.
jekkop
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 29. 01. 2007, 10:12
»» »» Und der Bezug zur Diskussion hier ist jetzt welcher?
»» Dieser du A******** möchte ich jetzt schreiben aber vergiß es, du und so einige andere werden es halt erst verstehen wenn es soweit ist.
jepp, sie verstehen erst, wenn sie mal auf andere angewiesen sind. Sie verwechseln immerzu Besitzt mit Leistung und moralischer Wertigkeit. Das ist ein Hauptproblem, das u.a. aus dem extremen Eigentumsschutz unserer Gesellschaft herrührt. Und Leistung ist für sie auch nur das, was anderen Kapitalvermehrung bringt, daß Arme in Deutschland einen Vollzeitjob mit der Verwaltung ihrer Armut haben, können sie in ihrer Engstirnigkeit nicht erkennen.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Znol, 30. 01. 2007, 12:19
Hallo,
ich denke, dass es gut ist, ein System zu haben, dass überhaupt versucht, Benachteiligten ein Leben zu ermöglichen.
Die Anzahl der "Arbeitsunwilligen" wird ja versucht einzuschränken.
Es gibt schon Menschen, die sehr viel geleistet haben und noch leisten und von Hartz IV leben.
Es gibt halt Ereignisse, wo jeder der Sie nicht erlebt hat oder erleben wird, dankbar sein kann, die jedoch ein Leben verändern können, da muss auch viel "geleistet" werden.
Aber es ist halt schwierig jedem Einzelnen gerecht zu werden, besonders in einer Zeit, wo die Agentur für Arbeit vollkommen überlastet ist.
Die drei Prozent.... und die Altersrentner? Hier ist doch auch Gedanke gewesen, dass die Jüngeren für die Älteren zahlen sollen.
Dass die Gesellschaft sich geändert hat, so dass dieses System nicht mehr so gut funktioniert, hm..., wer hat daran dann Schuld?
Die vielen Studenten? die erst später anfangen zu arbeiten als z.B. ein durchschnittlicher Hauptschüler?
Ich denke man kann sich viel zurecht reden, wenn man nur will.
Wenn man niemals Leistungen benötigt, die von Anderen getragen werden, ist es sicherlich nicht schlecht, aber ich kenne gar nicht mal so viele, die auf Kindergeld freiwillig verzichten oder gar nicht zum Arzt gehen, bzw. dort die Rechnung selbst bezahlen.
Ist nur ein Gedanke von mir, der für mich jetzt dazu passte.
Gruß, Znol
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Daniel Thoma, 28. 01. 2007, 23:57
Hallo wahsaga,
»» Ihnen muss also jetzt schon mehr geholfen werden, weil ihnen später auch noch mehr geholfen werden muss?
Jedem, der entsprechend von Armut betroffen ist und sich nicht selbst helfen kann, muss geholfen werden. Das dürfte das GG auch so erfordern.
Was sollen diese rhetorischen Spielchen? Statt in irgend einer Weise auf meine Argumentation einzugehen, verstehst Du absichtlich irgendetwas miss und machst eine überspitze Bemerkung dazu.
Wenn Dir an einer Diskussion gelegen ist, dann formuliere Deine eigene Meinung, und begründe, wo und warum Du mir nicht zustimmst. Immer nur irgendwelche spitzfindigen Sprüche zu reißen führt zu nichts, und ich habe auch keine Lust dazu, mich daran zu beteiligen.
Grüße
Daniel
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 29. 01. 2007, 10:18
Hallo Daniel,
ich konnte es nicht formulieren, möchte Dir aber auf voller Linie beipflichten. Hier fehlt wirklich die Bereitschaft, sich auf die Sachdiskussion einzulassen und sich das Elend, um das es hier geht, vorurteilsfrei anzuschauen.
gruß, Andreas
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 28. 01. 2007, 21:38
Sup!
»» Du scheinst Gerechtigkeit über Leistung zu definieren. "Wer mehr geleistet hat, soll auch mehr bekommen". Dieses Verständnis herrscht meinem Eindruck nach besonders in der CDU und FDP vor.
Ich glaube jedenfalls daran, dass der Mensch ohne Leistungsanreiz faul und träge ist. Wenn ich nicht Schiss hätte, dass es mir dann dreckig ginge (spätestens dann im Alter), würde ich auch nicht versuchen, möglichst viel zu leisten.
»» Aus diesem Grund zieht die Argumentation, dass irgend eine Bevölkerungsgruppe ja viel mehr geleistet und daher auch mehr Anspruch auf Leistungen habe, mit diesem Allgemeingültigkeitsanspruch nicht.
Wenn das so wäre - wie ist dann die Argumentation dafür, dass die Rentner 0,2% Erhöhunge bekommen sollen, die Alg2-ler 3,0%?
Das ist doch absurd.
»» Prinzipiell erscheint es mir aber durchaus nachvollziehbar, dass bei Empfängern von Sozialleistungen (Harz IV) ein Ausgleich für die Mehrwertsteuererhöhung notwendig ist, während das beim durchschnittlichen Rentner nicht der Fall ist.
Ich höre immer, die Altersarmut in Deutschland wäre durchaus nicht gering.
»» Ein pauschales erstatten der Praxisgebühr ist aber vermutlich nicht sinnvoll. Wenn erforderlich sollte man das wohl besser auf eine Wiese ausgleichen, bei der der gewünschte Steuerungseffekt erhalten bleibt.
Gell?
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: wahsaga, 28. 01. 2007, 21:45
hi,
»» »» Aus diesem Grund zieht die Argumentation, dass irgend eine Bevölkerungsgruppe ja viel mehr geleistet und daher auch mehr Anspruch auf Leistungen habe, mit diesem Allgemeingültigkeitsanspruch nicht.
»»
»» Wenn das so wäre - wie ist dann die Argumentation dafür, dass die Rentner 0,2% Erhöhunge bekommen sollen, die Alg2-ler 3,0%?
Da die Argumentation nicht zieht, dreht man das Ganze eben um.
Viel geleistet bekommt jetzt weniger, nix geleistet bekommt mehr.
Umgekehrte Proportionalität.
»» Das ist doch absurd.
Du siehst das bestimmt einfach nur zu engstirnig.
gruß,
wahsaga
--
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#GeorgeWBush { position:absolute; bottom:-6ft; }
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 29. 01. 2007, 20:52
Sup!
»» Umgekehrte Proportionalität.
»»
»» »» Das ist doch absurd.
»»
»» Du siehst das bestimmt einfach nur zu engstirnig.
Irgendwie hast Du mich jetzt überzeugt. Super Sache, das! ;-)
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 28. 01. 2007, 21:56
»» Wenn ich nicht Schiss hätte, dass es mir dann dreckig ginge (spätestens dann im Alter), würde ich auch nicht versuchen, möglichst viel zu leisten.
das ist ja das Erschreckende an Dir. Und diese schlechten Eigenschaften projizierst Du auf andere. Das finde ich beleidigend. Frag mal die zigtausend Jugendlichen, die möglichst viel leisten wollen und nicht dürfen, weil sie schlicht nirgends den Zugang bekommen, sei es Lehrstelle, sei es sonstige Bildung. Hier in der Nordstadt kannst Du die Leute täglich auf der Straße treffen.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: jekkop, 28. 01. 2007, 22:23
Tja dazu muß der Hintern mal weg von der geheizten Stube bewegt werden.
Das ist aber dann doch unterwürden für so manchen (Partei-)Schlauberger.
Einfach mal im Hamburger Hafen nach einen Tagesjob um 5:00Uhr anstehen, 50 Jobs auf 200+ frierende Menschen anstehen. 150 sind dann faul, arbeitsscheu und Rentneressenwegfresser.
jekkop der noch etwas Arbeit hat, Anderen welche ermöglicht wobei alle grauenhaft unterbezahlt sind.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 29. 01. 2007, 20:58
Sup!
»» das ist ja das Erschreckende an Dir. Und diese schlechten Eigenschaften projizierst Du auf andere.
Ja!
»» Das finde ich beleidigend. Frag mal die zigtausend Jugendlichen, die möglichst viel leisten wollen und nicht dürfen, weil sie schlicht nirgends den Zugang bekommen, sei es Lehrstelle, sei es sonstige Bildung. Hier in der Nordstadt kannst Du die Leute täglich auf der Straße treffen.
Okay, wenn man schlecht erzogen wird und dann in der Schule nur Quatsch macht, dann hat man schlechte Chancen.
Aber wie man z.B. an unserem Ex-Kanzler Schröder sieht, kann man immer noch auf dem zweiten Bildungsweg Jurist und dann Kanzler werden.
Man kann auch mit 70 noch Schwimmen lernen.
Unser Staat gibt - glaube ich - jedem immer wieder eine Chance. Man kann auch statt RTL2 den Tag lang Phonix sehen oder CNN oder Telekolleg oder in der Stadt-Bibliothek abhängen und schlaue Bücher lesen - kostenlos.
Das könnte vielleicht bildungstechnisch helfen.
Wenn man natürlich in der Nordstadt auf der Straße abhängt, ist es kein Wunder, wenn man nicht voran kommt.
Okay, ich war nie in der Situation, chancenlos und ungebildet auf der Straße zu sitzen, aber ich bin dennoch sicher, dass es auch aus der Situation mit der richtigen Motivation einen Ausweg gibt.
Gruesse,
Bio
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Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 30. 01. 2007, 00:09
»» Okay, wenn man schlecht erzogen wird und dann in der Schule nur Quatsch macht, dann hat man schlechte Chancen.
Dein impertinentes Vorurteilsgefasel ist widerlich. Pass besser auf, daß Du nicht mal von so einem "schlecht erzogenen Abhänger" was vors Maul kriegst.
»» Aber wie man z.B. an unserem Ex-Kanzler Schröder sieht, kann man immer noch auf dem zweiten Bildungsweg Jurist und dann Kanzler werden.
Schröder ist das beste Beispiel, daß man Macht und Geld anhäufen kann, ohne irgendwas dazugelernt zu haben. S. hat aus seiner Vergangenheit nichts gelernt. Hauptsache Cohiba und Bonzen treffen. Er erinnert so unangenehm an Dich.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 30. 01. 2007, 19:12
Sup!
»» Dein impertinentes Vorurteilsgefasel ist widerlich.
Du behauptest also, dass man, wenn man sich in der Schule wirklich anstrengt dennoch ohne Abschluss, Ausbildungsplatz etc. auf der Strasse landen kann?
Was soll der Staat denn Deiner Meinung nach noch machen, damit alle eine super Ausbildung und einen tollen Job bekommen?
»» Pass besser auf, daß Du nicht mal von so einem "schlecht erzogenen Abhänger" was vors Maul kriegst.
Ich gebe mir redlich Mühe.
»» »» Aber wie man z.B. an unserem Ex-Kanzler Schröder sieht, kann man immer noch auf dem zweiten Bildungsweg Jurist und dann Kanzler werden.
»»
»» Schröder ist das beste Beispiel, daß man Macht und Geld anhäufen kann, ohne irgendwas dazugelernt zu haben. S. hat aus seiner Vergangenheit nichts gelernt. Hauptsache Cohiba und Bonzen treffen. Er erinnert so unangenehm an Dich.
Dabei rauche ich nicht, habe keinen Brioni-Anzug und treffe nur selten Bonzen...
Gruesse,
Bio
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 30. 01. 2007, 22:27
»» Du behauptest also, dass man, wenn man sich in der Schule wirklich anstrengt dennoch ohne Abschluss, Ausbildungsplatz etc. auf der Strasse landen kann?
JA! es wird dringend Zeit, daß Du Dich mit Hauptschülern unterhälst. Wenn nur noch für 25% Lehrstellen zur Verfügung stehen, haben sich nicht automatisch die restlichen 75% "nicht angestrengt". Das wäre ein einem Abiturienten nicht würdiger Umkehrschluß.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 31. 01. 2007, 14:34
Sup!
»» JA! es wird dringend Zeit, daß Du Dich mit Hauptschülern unterhälst. Wenn nur noch für 25% Lehrstellen zur Verfügung stehen, haben sich nicht automatisch die restlichen 75% "nicht angestrengt". Das wäre ein einem Abiturienten nicht würdiger Umkehrschluß.
Das Problem ist, dass ich mich weigere zu glauben, dass man aus Hauptschülern nicht noch wesentlich mehr rausholen könnte als es unsere Hauptschulen anscheinend tun.
Vielleicht sind die Hauptschulen einfach schlecht; ich kann aber auch verstehen, wenn Ausbildungsbetriebe keine Leute einstellen wollen, die keinen Dreisatz können (soll bei Hauptschülern öfter vorkommen als man denkt).
Also entweder sind die Schulen so schlecht, dass sie Leuten keinen Dreisatz beibringen können (ich würde behaupten, ich kann das fast jedem in drei Stunden beibringen), oder die Leute, die keinen Dreisatz können, haben sich nicht genug angestrengt. Und ich glaube eher an letzteres, denn ich kann mir gar nicht vorstellen, nicht ausrechnen zu können, wieviele Eier ich für drei Pfannkuchen brauche, wenn ich für zwei Pfannkuchen vier Eier brauche etc..
"Deutschland braucht mehr Bildung" war übrigens 2002 ein Slogan meiner Lieblingspartei.
Gruesse,
Bio
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 31. 01. 2007, 16:09
»» Das Problem ist, dass ich mich weigere zu glauben, dass man aus Hauptschülern nicht noch wesentlich mehr rausholen könnte als es unsere Hauptschulen anscheinend tun.
Auch wenn Du mehr rausholst: 25% bleiben 25%. Die Zahl kann auch anders sein - auf den genauen Wert kommt's nicht an, sondern auf das Prinzip. Da redet Ihr Marktjünger gern dran vorbei. Wenn nur auf wenige verteilt wird, gehen die anderen leer aus. Kein Betrieb schafft mehr Lehrstellen, als er gebrauchen kann wenn die Hauptschüler schlauer werden. Früher waren die Schüler dümmer als heute - die sind sogar schon mit 14 in die Lehre gegangen und trotzdem hat fast jeder was abgekriegt.
»» ich kann aber auch verstehen, wenn Ausbildungsbetriebe keine Leute einstellen wollen, die keinen Dreisatz können (soll bei Hauptschülern öfter vorkommen als man denkt).
soll vorkommen. Was noch viel öfter vorkommt ist, daß die Meister Angst vor intelligenten Lehrlingen haben. Lehrlinge, die zuviel fragen sind verdächtig. Das Bildungsargument ist fadenscheinig, weil einfach nicht mehr jeder was bekommen soll (s.o.). Meister, die die Berufsschule kürzen wollen, um die billigen Knechte länger im Betrieb zu haben, machen sich da gaaanz unglaubwürdig. Die Berufsschule gibt es genau deswegen, damit jeder Lehrling eben die Chance hat, während der Lehre wirklich was zu lernen. Daß die Berufschschulen da auch versagen macht das Prinzip nicht schlechter.
»» "Deutschland braucht mehr Bildung" war übrigens 2002 ein Slogan meiner Lieblingspartei.
achso, da wollte Guido wohl im Vorbeigehen noch was mitnehmen ;-)
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 01. 02. 2007, 07:54
Sup!
»» Auch wenn Du mehr rausholst: 25% bleiben 25%.
Da kann selbst ich Dir nicht widersprechen.
»» Die Zahl kann auch anders sein - auf den genauen Wert kommt's nicht an, sondern auf das Prinzip. Da redet Ihr Marktjünger gern dran vorbei. Wenn nur auf wenige verteilt wird, gehen die anderen leer aus.
Nur dass die Zahl der Arbeitsplätze nicht fest ist, sondern vom Zustand der Wirtschaft abhängt, der Wiederum von den Rahmenbedingungen abhängt, unter denen gewirtschaftet wird.
»» Kein Betrieb schafft mehr Lehrstellen, als er gebrauchen kann wenn die Hauptschüler schlauer werden.
Aber manch ein Betrieb überlegt sich das ausbilden vielleicht dreimal und läßt es dann sein, wenn die Bewerber schlechter werden.
»» Früher waren die Schüler dümmer als heute - die sind sogar schon mit 14 in die Lehre gegangen und trotzdem hat fast jeder was abgekriegt.
Erstens glaube ich nicht, dass die Schüler früher dümmer waren, zweitens kann man heute auch mit 14 in die Lehre gehen - vorausgesetzt, man schafft die Hauptschule in 4 Jahren.
»» soll vorkommen. Was noch viel öfter vorkommt ist, daß die Meister Angst vor intelligenten Lehrlingen haben. Lehrlinge, die zuviel fragen sind verdächtig.
Das hast Du Dir jetzt ausgedacht.
»» Das Bildungsargument ist fadenscheinig, weil einfach nicht mehr jeder was bekommen soll (s.o.).
Das ist Deine Prämisse, die ich für unwahr halte.
»» Meister, die die Berufsschule kürzen wollen, um die billigen Knechte länger im Betrieb zu haben, machen sich da gaaanz unglaubwürdig.
Also die Meister sind auch mit "die Bösen"? Nicht nur die Politiker, die Konzernbosse etc., auch die Meister gehören zum System der Unterdrückung und Ausbeutung, von dem Du Dich anscheinend umstellt siehst?
»» Die Berufsschule gibt es genau deswegen, damit jeder Lehrling eben die Chance hat, während der Lehre wirklich was zu lernen. Daß die Berufsschulen da auch versagen macht das Prinzip nicht schlechter.
Die Berufsschulen sind doch diese Einrichtungen, wo sich die Azubis gegenseitig quälen und dabei auf Video aufnehmen, weil sie zum Lernen keine Lust haben? Okay... das ist jetzt natürlich eine unzulässige Bemerkung... aber mal ehrlich, die Berufsschulen haben auch ein eher dürftiges Niveau, und die Azubis gehen da nicht unbedingt total motiviert hin. Ich kenne Azubis, die sagen immer, die Berufsschule ist total lau und wenig interessant.
»» »» "Deutschland braucht mehr Bildung" war übrigens 2002 ein Slogan meiner Lieblingspartei.
»»
»» achso, da wollte Guido wohl im Vorbeigehen noch was mitnehmen ;-)
Warum nicht...
Gruesse,
Bio
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 01. 02. 2007, 17:38
»» Nur dass die Zahl der Arbeitsplätze nicht fest ist, sondern vom Zustand der Wirtschaft abhängt
der ändert sich aber nicht durch schlauere Hauptschüler. Wir sind nunmal auch satt und müssen gerecht verteilen. Keiner braucht ein Drittauto. Oder vom Bäcker um die Ecke vielleicht Brötchen mit Diamantbesatz, statt Sesam?
»» Aber manch ein Betrieb überlegt sich das ausbilden vielleicht dreimal und läßt es dann sein, wenn die Bewerber schlechter werden.
MANCH einer - das würde ich Dir zugestehen. Aber nicht die Masse. Die wollen Leute, die billig die Aufträge abarbeiten. Und für so manche Bautischlerarbeit braucht man schlicht keine Lehre oder Intelligenz. Ich denke da z.B. an LKW entladen und die Fenster und Türen in den 4. Stock schleppen. Oder wenn der Bäcker schimpft, daß die Jungs keine Prozentrechnung können. Werden doch fast nur noch Fertigbackmischungen verwendet - da muß man nicht 5% Hefe ausrechnen...
»» zweitens kann man heute auch mit 14 in die Lehre gehen - vorausgesetzt, man schafft die Hauptschule in 4 Jahren.
das dürfte nicht schwer sein ;-)
»» »» Lehrlinge, die zuviel fragen sind verdächtig.
»» Das hast Du Dir jetzt ausgedacht.
nein.
»» »» Das Bildungsargument ist fadenscheinig, weil einfach nicht mehr jeder was bekommen soll (s.o.).
»» Das ist Deine Prämisse, die ich für unwahr halte.
wie weiter unten ausgeführt: wer an Bildung interessiert ist, tut etwas dafür, statt Lehrgelder senken zu wollen und die Berufsschule am liebsten abzuschaffen. Da sehe ich wenig zu deuteln.
»» Also die Meister sind auch mit "die Bösen"?
Du polemisiert wieder. Ich fühle mich nicht "umstellt", sondern berichte aus Gewerbebereichen, die so verwöhnten Bengeln wie Dir verschlossen blieben ;-)
»» Ich kenne Azubis, die sagen immer, die Berufsschule ist total lau und wenig interessant.
nichts anderes habe ich ja oben angesprochen. Die durchschnittliche Berufsschule ist wohl nicht prickelnd. Aber Du kennst anscheinend nicht die Lehrlinge, die nach einem halben Jahr im ersten Berufsschulblock bzw. in den überbetrieblichen Lehrgängen zum ERSTEN MAL die Gelegenheit bekommen, ein Werkzeug anzufassen. Das ist leider KEIN Witz. In meinem letzten Praktikum hat das wieder ein Lehrling aus seiner Berufsschule berichtet. Genau deshalb gibt es diese Einrichtung: Ausbeutung ist in betrieblichen Lehrstellen leider nicht selten, auch wenn Du das für Paranoia meinerseits hälst. Ich wiederhole das: Meister, die an gut ausgebildeten Lehrlingen interessiert sind, unterstützen die Berufsschule, statt sie zu torpedieren.
»» »» achso, da wollte Guido wohl im Vorbeigehen noch was mitnehmen ;-)
»» Warum nicht...
klar, wenn man's gebrauchen kann...
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 01. 02. 2007, 20:25
Sup!
»» der ändert sich aber nicht durch schlauere Hauptschüler. Wir sind nunmal auch satt und müssen gerecht verteilen. Keiner braucht ein Drittauto. Oder vom Bäcker um die Ecke vielleicht Brötchen mit Diamantbesatz, statt Sesam?
Aber die Chinesen brauchen Autos. Die Welt braucht umweltfreundlichere Energie. Es gibt immer irgendetwas, was man irgendwem verkaufen kann. Wenn es günstig genug wäre, würde ich jemanden engagieren, der mir den ganzen Tag den Nacken massiert, und wenn wir ehrlich sind würden viele tausend Leute im Bereich der Kinderbetreuung und Altenpflege gebraucht, nur ist das im Moment unter den Rahmenbedingungen, die herrschen - aber die kann man ja ändern! - nicht rentabel.
»» MANCH einer - das würde ich Dir zugestehen. Aber nicht die Masse. Die wollen Leute, die billig die Aufträge abarbeiten. Und für so manche Bautischlerarbeit braucht man schlicht keine Lehre oder Intelligenz.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Idioten finden immer einen Weg, katastrophale Fehler zu machen. Und nicht nur Idioten...
»» Ich denke da z.B. an LKW entladen und die Fenster und Türen in den 4. Stock schleppen. Oder wenn der Bäcker schimpft, daß die Jungs keine Prozentrechnung können. Werden doch fast nur noch Fertigbackmischungen verwendet - da muß man nicht 5% Hefe ausrechnen...
Nun gut - aber die Jobs will ja auch keiner machen. Die Leute wollen ein wenig gefordert sein.
»» »» »» Lehrlinge, die zuviel fragen sind verdächtig.
»» »» Das hast Du Dir jetzt ausgedacht.
»»
»» nein.
Nun gut - hört sich aber so an.
»» »» »» Das Bildungsargument ist fadenscheinig, weil einfach nicht mehr jeder was bekommen soll (s.o.).
»» »» Das ist Deine Prämisse, die ich für unwahr halte.
»»
»» wie weiter unten ausgeführt: wer an Bildung interessiert ist, tut etwas dafür, statt Lehrgelder senken zu wollen und die Berufsschule am liebsten abzuschaffen. Da sehe ich wenig zu deuteln.
Wer will denn bitte die Berufsschule abschaffen? Und mit welchem Ziel?
»» »» Also die Meister sind auch mit "die Bösen"?
»»
»» Du polemisiert wieder. Ich fühle mich nicht "umstellt", sondern berichte aus Gewerbebereichen, die so verwöhnten Bengeln wie Dir verschlossen blieben ;-)
Aaahhh! Und welche sind das, wenn ich fragen darf, nur für den Fall, dass es gar nicht stimmt?
»» »» Ich kenne Azubis, die sagen immer, die Berufsschule ist total lau und wenig interessant.
»»
»» nichts anderes habe ich ja oben angesprochen. Die durchschnittliche Berufsschule ist wohl nicht prickelnd. Aber Du kennst anscheinend nicht die Lehrlinge, die nach einem halben Jahr im ersten Berufsschulblock bzw. in den überbetrieblichen Lehrgängen zum ERSTEN MAL die Gelegenheit bekommen, ein Werkzeug anzufassen. Das ist leider KEIN Witz. In meinem letzten Praktikum hat das wieder ein Lehrling aus seiner Berufsschule berichtet. Genau deshalb gibt es diese Einrichtung: Ausbeutung ist in betrieblichen Lehrstellen leider nicht selten, auch wenn Du das für Paranoia meinerseits hälst. Ich wiederhole das: Meister, die an gut ausgebildeten Lehrlingen interessiert sind, unterstützen die Berufsschule, statt sie zu torpedieren.
Okay, ich kann mir das vorstellen, dass manche Betriebe Azubis ausbeuten; klar, die kosten Geld, und mit allem, was der Azubi machen kann, kann man ausgebildetere Arbeitskräfte entlasten.
Vielleicht gibt es einen Unterschied, ob und wieviele Azubis der Betrieb zu übernehmen gedenkt. Wen man weiterbeschäftigen will, wird man nicht wie ein Stück Scheisse behandeln; wenn man aber "für andere" ausbildet o.ä., dann ist die Verlockung, den Azubi zu knechten, vielleicht höher. Aber was soll man machen - ein Betrieb, der ein mieses Betriebsklima hat und seine Azubis mies behandelt, schadet sich IMHO auf längere Sicht nur selbst.
Gruesse,
Bio
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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Daniel Thoma, 28. 01. 2007, 22:09
Hallo Bio,
»» Ich glaube jedenfalls daran, dass der Mensch ohne Leistungsanreiz faul und träge ist. Wenn ich nicht Schiss hätte, dass es mir dann dreckig ginge (spätestens dann im Alter), würde ich auch nicht versuchen, möglichst viel zu leisten.
Nein, ich glaube nicht, dass Angst oder Druck der Hauptanreiz dafür ist, irgend etwas zu Leisten. Der Anreiz dafür dürfte vor allem soziale Anerkennung sein und das Bedürfnis etwas sinnvolles zu tun.
Druck motiviert natürlich auch, aber vor allem dazu, überall seinen Vorteil zu suchen und sich durchzuwursteln.
»» Wenn das so wäre - wie ist dann die Argumentation dafür, dass die Rentner 0,2% Erhöhunge bekommen sollen, die Alg2-ler 3,0%?
Die Argumentation dafür wäre, dass der Alg2-ler das Geld benötigen würde um einen angemessenen Lebensstandard zu haben.
»» Das ist doch absurd.
Nein ist es eben nicht. Der Grundgedanke des Sozialstaates ist es ja, diese Leistungsorientiertheit zumindest teilweise aufzuheben. Der Zweck von sozialen Sicherungssystemen ist genau das.
»» Ich höre immer, die Altersarmut in Deutschland wäre durchaus nicht gering.
Nun, eine pauschale Rentenerhöhung ist aber keine gezielte Maßnahme für dieses Problem. Da könnte man ja besonders niedrige Renten oder irgend welche Zusatzleistungen erhöhen.
Sicher kann man Gerechtigkeit nicht völlig ohne Leistung einzubeziehen definieren. Wenn man das tut, schaft man praktisch Anerkennung für Leistung ab, was sicher nicht förderlich ist.
Worauf ich im wesentlichen raus will, ist, dass diese "Wer mehr hat muss auch mehr kriegen"-Argumentation einfach nicht zieht und grundlegende Prinzipien eines Sozialstaates vernachlässigt.
Grüße
Daniel
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 29. 01. 2007, 21:06
Sup!
»» Nein, ich glaube nicht, dass Angst oder Druck der Hauptanreiz dafür ist, irgend etwas zu Leisten. Der Anreiz dafür dürfte vor allem soziale Anerkennung sein und das Bedürfnis etwas sinnvolles zu tun.
Nun gut. Dennoch bin ich der Meinung, dass man "Streben nach sozialer Anerkennung" auch als "Angst vor sozialer Nicht-Anerkennung" definieren kann.
»» »» Wenn das so wäre - wie ist dann die Argumentation dafür, dass die Rentner 0,2% Erhöhunge bekommen sollen, die Alg2-ler 3,0%?
»» Die Argumentation dafür wäre, dass der Alg2-ler das Geld benötigen würde um einen angemessenen Lebensstandard zu haben.
Ja, wenn man jetzt definieren könnte, was ein angemessener Lebensstandard ist. Vielleicht ein Zimmer mit Gangdusche, so wie es es in Studentenwohnheimen gibt?
»» Nein ist es eben nicht. Der Grundgedanke des Sozialstaates ist es ja, diese Leistungsorientiertheit zumindest teilweise aufzuheben. Der Zweck von sozialen Sicherungssystemen ist genau das.
Nein, ich denke, soziale Marktwirtschaft bedeutet, den Markt so zu gestalten, dass jeder zu fairen Bedingungen mitmachen kann, und diejenigen, die im Markt nicht ganz mithalten können, zu stützen, so dass sie das Maximum erreichen können, was für sie erreichbar ist.
Dabei muss man sehr sorgfältig darauf achten, dass man es mit den Gestaltungsmaßnahmen nicht überzieht, so dass sowohl der Markt weiterhin funktioniert als auch alle, die es nötig haben, adäquat, aber nicht übertrieben gestützt werden.
Es ist wie bei einem kleinen Kind: Es kann zwar vielleicht nicht laufen, aber wenn man es ein wenig hochzieht, dann lernt es es wahrscheinlich irgendwann. Wenn man das Kind aber auf den Arm nimmt, dann lernt es das nicht.
»» »» Ich höre immer, die Altersarmut in Deutschland wäre durchaus nicht gering.
»» Nun, eine pauschale Rentenerhöhung ist aber keine gezielte Maßnahme für dieses Problem. Da könnte man ja besonders niedrige Renten oder irgend welche Zusatzleistungen erhöhen.
»» Sicher kann man Gerechtigkeit nicht völlig ohne Leistung einzubeziehen definieren. Wenn man das tut, schaft man praktisch Anerkennung für Leistung ab, was sicher nicht förderlich ist.
»» Worauf ich im wesentlichen raus will, ist, dass diese "Wer mehr hat muss auch mehr kriegen"-Argumentation einfach nicht zieht und grundlegende Prinzipien eines Sozialstaates vernachlässigt.
Ja, wenn das so wäre, dass man immer die geringen Renten mehr erhöht als die hohen, dann würde sich die sowieso geringe Akzeptanz der Rentenversicherung noch weiter verringern, weil dann nach ein paar Jahren Rente jeder Rentner das gleiche bekommen würde, weil die geringen Renten immer mehr erhöht werden als die hohen.
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Daniel Thoma, 30. 01. 2007, 00:13
Hallo Bio,
»» Nun gut. Dennoch bin ich der Meinung, dass man "Streben nach sozialer Anerkennung" auch als "Angst vor sozialer Nicht-Anerkennung" definieren kann.
Ja, vermutlich kann man das. Du sprachst allerdings von "Schiss hätte, dass es mir dann dreckig ginge", also eher von Angst von finanziellen, evtl. existentiellen Problemen. Diese doch etwas drastische Motivation sollte man dann doch vermeiden, jedenfalls in so fern, als dass eine Grundversorgung gewährleistet ist.
Menschen in mehr oder weniger beständiger (Existenz-)Angst zu halten, ist sicher keine würdige Weise, mit ihnen umzugehen.
»» Ja, wenn man jetzt definieren könnte, was ein angemessener Lebensstandard ist. Vielleicht ein Zimmer mit Gangdusche, so wie es es in Studentenwohnheimen gibt?
Ja, sicher schwierig zu fassen, dennoch muss man das zumindest irgendwie eingrenzen. Jedenfalls gehört neben Wohnraum u.ä. auch teilhabe am kulturellen/gesellschaftlichen Leben etc. dazu.
Um das zu gewährleisten ist es wohl vor allem notwendig, gut zu beobachten, wie sich welche Entscheidung auf den Lebensstandard Betroffener auswirkt.
»» und diejenigen, die im Markt nicht ganz mithalten können, zu stützen,
Ja eben, genau das hebt den Leistungsgedanken teilweise auf.
»» so dass sie das Maximum erreichen können, was für sie erreichbar ist.
Was heißt das genau? Sicher darf der Staat bzw. die Gesellschaft vom Einzelnen verlangen, dass er sich angemessen einbringt.
Wenn er aber aufgrund wirtschaftlicher Umstände oder mangelnder Fähigkeiten eben nicht in der Lage ist, selbst einen Mindestlebensstandard zu finanzieren, muss der Staat in entsprechend unterstützen.
Fördern und Chancen eröffnen sollte sicher das Hauptziel sein, nur erreicht man damit eben niemals alle, weswegen auch auffangende Sozialsysteme benötigt werden.
»» Dabei muss man sehr sorgfältig darauf achten, dass man es mit den Gestaltungsmaßnahmen nicht überzieht, so dass sowohl der Markt weiterhin funktioniert als auch alle, die es nötig haben, adäquat, aber nicht übertrieben gestützt werden.
Klingt gut, ist aber auch alles so schwierig zu definieren ;)
»» Ja, wenn das so wäre, dass man immer die geringen Renten mehr erhöht als die hohen, dann würde sich die sowieso geringe Akzeptanz der Rentenversicherung noch weiter verringern, weil dann nach ein paar Jahren Rente jeder Rentner das gleiche bekommen würde, weil die geringen Renten immer mehr erhöht werden als die hohen.
Habe ich gesagt, dass Gerechtigkeit einfach ist?
Es ist mir klar, dass es mehrere Aspekte von Gerechtigkeit gibt, die man berücksichtigen muss. Deine anfängliche Argumentation erweckte nur den Eindruck, dass es Dir nicht klar wäre.
Grüße
Daniel
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 30. 01. 2007, 19:15
Sup!
»» Habe ich gesagt, dass Gerechtigkeit einfach ist?
»» Es ist mir klar, dass es mehrere Aspekte von Gerechtigkeit gibt, die man berücksichtigen muss. Deine anfängliche Argumentation erweckte nur den Eindruck, dass es Dir nicht klar wäre.
Ich kann niemanden hindern, mich falsch zu verstehen, und die Menschen tun das irgendwie so gerne, nur weil ich wiederum gern die SPD bashe.
Gruesse,
Bio
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Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Timo "God's Boss" Reitz, 29. 01. 2007, 13:40
»» Du scheinst Gerechtigkeit über Leistung zu definieren. "Wer mehr geleistet hat, soll auch mehr bekommen". Dieses Verständnis herrscht meinem Eindruck nach besonders in der CDU und FDP vor.
Wieso? Wollen die die Erbschaftssteuer auf 100% bringen? Und Kinder in Ganztagsbetreuung zwingen, damit die unterschiedlichen Qualitäten der Elternhäuser nicht zu unterschiedlichen Startbedingungen führen?
»» Grundsätzlich kann man beobachten, dass man diesem Gerechtigkeitsverständnis in seiner Extremform (die so zugegebenermaßen eher nicht vertreten wird) durch vollständige Abschaffung staatlicher, sozialer Sicherungssysteme gerecht wird.
Und durch vollständige Abschaffung des Erbens.
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Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
Self-Code: sh:( ch:? rl:( br:> n4:( ie:{ mo:) va:) de:> zu:} fl:| ss:| ls:~ js:|
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 28. 01. 2007, 21:36
Wozu studierst Du eigentlich? Würdest Du nicht schneller reich und berühmt als Sekretär von Guido?
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 29. 01. 2007, 21:14
Sup!
»» Wozu studierst Du eigentlich? Würdest Du nicht schneller reich und berühmt als Sekretär von Guido?
Ich bin fertig mit studieren und arbeite seit ca. 1,5 Jahren in der Software-Branche und zahle kräftig Steuern, damit das von unseren geliebten Volksparteien CDU ("Die Renten sind sicher!) und SPD (Wollte z.B. DDR-Mark 1:1 in D-Mark umtauschen und damit den Staat komplett ruinieren) ausgeklügelte Schneeball-Renten-System und das Sozialsystem nicht so bald zusammenbrechen. Noch Fragen?
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: _King Lully, 29. 01. 2007, 22:11
»» »» Wozu studierst Du eigentlich? Würdest Du nicht schneller reich und berühmt als Sekretär von Guido?
»»
»» Ich bin fertig mit studieren und [...] Noch Fragen?
SCNR!
Wie fertig?
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 30. 01. 2007, 00:03
Sup!
»» »» Ich bin fertig mit studieren und [...] Noch Fragen?
»» Wie fertig?
So mit Diplom und allem.
Gruesse,
Bio
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Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: _King Lully, 30. 01. 2007, 00:57
»» »» »» Ich bin fertig mit studieren und [...] Noch Fragen?
»»
»» »» Wie fertig?
»»
»» So mit Diplom und allem.
"Wirtschaftsinformatik"?
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 30. 01. 2007, 07:32
Sup!
»» "Wirtschaftsinformatik"?
Willst Du mich beleidigen? Informatik mit Nebenfach BWL natürlich!
Gruesse,
Bio
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Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: _King Lully, 30. 01. 2007, 07:37
»» »» "Wirtschaftsinformatik"?
»»
»» Willst Du mich beleidigen? Informatik mit Nebenfach BWL natürlich!
Wenns auch noch Uni war, wovon wir ausgehen, umso besser.
Also, herzlichen Glückwunsch nachträglich!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 30. 01. 2007, 19:07
Sup!
»» Wenns auch noch Uni war, wovon wir ausgehen, umso besser.
Jepp.
»» Also, herzlichen Glückwunsch nachträglich!
Danke!
Gruesse,
Bio
--
Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Siechfred, 30. 01. 2007, 08:31
»» »» "Wirtschaftsinformatik"?
»» Informatik mit Nebenfach BWL natürlich!
Oh, und ich dachte Politologie mit Nebenfach Informatik. Tja, so kann man sich täuschen ;)
Siechfred
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Ich bin strenggenommen auch nur interessierter Laie. (molily)
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 30. 01. 2007, 14:08
»» Oh, und ich dachte Politologie...
LOL, da hätte er den Guido doch schon nach einem Semester durchschauen können ;-)
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 30. 01. 2007, 19:08
Sup!
Interessanterweise sind die wenigsten Politiker Politologen; scheint so, als könnten Politologen zwar die Politik analysieren, aber keine machen.
Gruesse,
Bio
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Never give up, never surrender!!!
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: _King Lully, 30. 01. 2007, 19:24
»» Interessanterweise sind die wenigsten Politiker Politologen; scheint so, als könnten Politologen zwar die Politik analysieren, aber keine machen.
Das ist aber klar, deren Stärke ist - wie auch vieler Journalisten - die Analyse.
Das ist natürlich etwas ganz anderes als Politik zu "machen", allerdings als Berater taugen Politolgen schon, bspw. Broder oder der Mann, der immer beim SPIEGEL auffällig wird (guter Mann, Namen vergessen, Prof. Schmidt oder so).
Zum "Machen" gehört immer eine Prise Dummheit und der Hang sich wichtig zu nehmen und zu führen.
BTW - ist auch eher nichts für Dich.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 30. 01. 2007, 22:20
»» Interessanterweise sind die wenigsten Politiker Politologen; scheint so, als könnten Politologen zwar die Politik analysieren, aber keine machen.
Ist ja auch nicht ihre Aufgabe. Archäologen bauen ja auch keine Pyramiden.
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Andreas Lindig (no reg), 30. 01. 2007, 00:01
»» Noch Fragen?
ja, sind die in Deinem Betrieb alle so asozial wie Du?
Die folgende Nachricht zum Thema stammt von: Bio, 30. 01. 2007, 00:03